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liehene Recht eines Freihauses für eine solche Unterstützung. Doch scheint der zwar nicht mittellose, aber wohl kaum sehr begüterte Montolieu sich bald in Geldschwierigkeiten befunden zu haben, denn eine in den Akten des Grundbuchamtes enthaltene Notiz weist auf einen am 16. Februar 1714 ausgestellten Hypothekenschein hin.
Der von dem General errichtete dreistöckige Bau gehörte zu den ansehnlichsten Palästen aus der Zeit des Soldatenkönigs.( Abb. S. 92.) Beide Häuser, die nach dem Schultzschen Plan von 1688 schon einen Zwillingsbat als Vorläufer hatten, erhielten nach der Lindenseite eine einheitliche Fassade von insgesamt 16 Fenstern. Das untere ebenerdige Geschoß war in flachen Quadern ausgeführt und oben von einer Balustergalerie abgeschlossen. An den Enden befanden sich die von Säulen flankierten Torwege, über ihnen Balkone. Auf diesem Untergeschoß erhob sich die obere. von 17 flachen Pfeilern getragene Stuckfassade. Die Fassade wurde von drei Fensterreihen belebt, deren zweite und dritte durch flache Blenden schlicht, aber wirkungsvoll verziert waren. Es war eine einfache, vornehme, in den Verhältnissen recht glücklich wirkende Fassade, wie sie sich im Anschluß an die holländisch- französische Baurichtung der Dieterichs und Gerlach in Berlin ausgebildet hatte. Gewisse Anklänge an die ehemalige Gold- und Silbermanufaktur und an das Kammergerichtsgebäude lassen vermuten, daß der Erbauer dem Gerlachschen Kreise nicht ferngestanden war. Einen besonderen Reiz erhielt die Fassade durch 14 mit eisernen Ketten verbundene Postamente, wie sie an der Ruhmeshalle noch zu sehen sind, die aber auch bei einem Eckhause an der Gießhausbrücke belegt sind.( Taf. IV, 2).
Von den Toreingängen führten lange, mit dorischen Halbsäulen geschmückte Korridore durch das Haus und weiter bis in die hinten sich anschließenden Gärten.( Taf. III, 1). In der Axe lag ein Mittelbau, der nach den Gärten wieder nach jeder Seite einen Querbau hatte, die mit dem Vorderhause und dem gemeinsamen Mittelbau zwei geräumige, nach den Korridoren durch Säulen abgeschlossene Höfe bildeten. Da ähnliche säulenumgebene Höfe in Südeuropa, besonders in der Lombardei, üblich sind, so läßt sich vermuten, daß Montolieu diesen Baugedanken von hier mitgebracht hat. Von besonders schöner Wirkung waren die Treppenaufgänge, die sich von den mit Holzpaneelen verkleideten Korridoren abzweigten und von ihnen durch große Fensterwände geschieden waren. Acht Stufen von etwa 10 Meter Breite leiteten in die geräumigen lichten Flure mit ihren großen und mit reich geschnitzten Geländern versehenen Wendeltreppen. Ueberreiches Licht erhielten die Treppenflure durch große, bis auf den Fußboden reichende Fenster.( Taf. III. 2.)
Das Doppelhaus 17 und 18 gehörte zu den größten und schönsten Palastbauten der königlichen Residenz. Gewiß hätte sich der alternde General des Besitzes freuen können, wenn ihn nicht offenbare Geldsorgen bedrückten. Schon 1725 veräußerte er ihn an seinen Sohn, den Kammerherrn Baron von Montolieu und dessen Frau Anna, geb. Gaillac, die aber auch nicht lange im Besitz blieben, vielleicht nicht ohne Schuld des jünge
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