Heft 
(1927) 36
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des Spreetales, wohl auch aus Talsand bestehen müssen und also in ihrem Wesen überhaupt nicht voneinander verschieden gewesen sein können.

Es waren zwei geringe Erhebungen, die flachgewölbt, also etwa schildförmig, aus der mit Wasser oder Sumpf bedeckten Umgebung her­vorragten. Der Boden ist der im ganzen Spreetal vorhandene, schwach mit Humus gemischte Talsand, der leidlichen Kiefernwald trägt. Wenn er einigermaßen gepflegt wird, eignet er sich auch für Roggen- und Kar­toffelbau, und bei starker Bewässerung und sehr guter Pflege stellt er wohl gar mittelmäßiges Gartenland dar. An Wiese ist nicht zu denken. Der Sumpf kommt für die zur Besiedlung geeigneten Teile gar nicht in Frage, wohl aber natürlich für die Ränder und bei Alt- Cölln für die nördliche Hälfte, namentlich die Gegend nördlich des Lustgartens, eine Stelle, die ja bekanntlich zuletzt besiedelt wurde oder im Grunde ge­nommen auch heute noch nicht bewohnt ist; es stehen dort nur öffent­liche Gebäude, und was die Museumsecke mit ihrem Untergrunde bedeu­tet, davon weiß ja selbst die neueste und vollkommenste Bautechnik eini­ges zu erzählen. Streng genommen, gehört dieser Teil nicht mehr zur Cöllner Insel, und auch durch den künstlichen Wasserlauf, der die heutige ,, Museumsinsel" abtrennte, ist er nicht zur Insel geworden. In der Vorzeit wäre niemand auf den Gedanken gekommen, dieses Modderloch als ,, Insel" zu betrachten. Ueber den ursprünglichen Charakter der beiden Gründungsplätze brauchen uns also die Namen nicht zu belehren. Um­gekehrt gelingt es uns vielleicht, an der Hand unserer erdgeschichtlichen Auffassung einigermaßen festzustellen, welche Namenerklärung die rich­tigere sein könnte. Auf keinen Fall brauchen wir heute mehr darüber nachzudenken oder gar zu streiten, warum in alter Zeit immer von.., dem Berlin"( to dem Berlin) die Rede ist. Der Berlin" war einfach der Name jener Erhebung, die als nördlicherer der beiden Plätze aus der Niede­rung herausragte. Wir wissen damit, daß der Name Berlin ursprünglich eine Insel oder inselartige Erhebung bezeichnet. Deuten können wir den Namen noch nicht. Etwas näher werden wir vielleicht dem Verständ­nis des Namens Cölln kommen. Doch dazu bedürfen wir erst eines neuen Ausgangspunktes. Bei vielen meiner Untersuchungen vorgeschicht­licher Siedlungsstätten im unteren Spreetale und auch anderswo habe ich - wie schon bemerkt die Erfahrung gemacht, daß die Menschen der Vorzeit sich mit Vorliebe da ansiedelten, wo die Talsandinsel noch be­sonders erhöht war durch eine Düne, also durch Anwehung feinsten Sandes.

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Die Dünen sind ja im unteren Spreetal eine recht häufig auftre­tende Erscheinung. Die Rehberge bei Reinickendorf, die Fuchsberge bei Friedrichsfelde und die bei Biesdorf, die jetzt verschwundenen Krähen­berge bei Karlshorst sind bekannt, und nicht selten folgen die von Berlin ausgehenden Eisenbahnstränge dem Zuge der Dünen und finden in ihnen einen von der Natur geschaffenen Bahndamm. Da im Dünensande der Humusgehalt ganz fehlt, so sind die Dünen völlig unfruchtbar und für

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