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Reichshauptstadt am bequemsten Uebergange über das untere Spreetal von der Hochfläche des Teltow zum hohen Barnim hinüber sowohl für die Entstehung als auch für die erstaunlich schnelle Entwicklung der beiden Schwesterstädte Berlin und Cölln von ganz hervorragender Bedeutung gewesen ist. Vgl. dazu Fidicins ironische Bemerkung( Hist. Dipl. Beiträge V. S. 15): ,, ob man zur Verbindung des Südens mit dem Norden Europas notwendig die Gegend Berlins suchen mußte."- Selbstverständlich sind noch andere Vorbedingungen und Einflüsse maßgebend gewesen, um aus den winzigen Siedlungen des 13. Jahrhunderts die Reichshauptstadt werden zu lassen. Nicht viel weniger sicher dürfte es sein, daß gerade die beiden Inseln oder inselartigen Plätze, auf denen Berlin und Cölln gegründet wurden, an jener Talenge den Uebergang über die Spree erleichterten und durch offene oder versumpfte Wasserarme allseitig oder fast allseitig vor plötzlichen Ueberfällen geschützt zur Besiedlung einluden. Meines Wissens ist Lossen der erste gewesen, der auf die Bedeutung der Doppelinsel für die Wahl des Siedlungsplatzes aufmerksam und nagemacht hat.³) Was ist alles über den Charakter mentlich über den verschiedenen Charakter dieser beiden Plätze geredet und geschrieben worden! Vor allem mußten die Namen„, Berlin" und„, Cölln" herhalten. Aus ihnen wollte man den ursprünglichen Zustand herauslesen. Schade nur, daß z. B. die beiden gangbarsten Erklärungen des Namens ,, Cölln" sich geradezu widersprachen.„, Hügel" und„ Sumpf"( denn darauf läuft doch schließlich der Pfahl" hinaus) schlossen sich denn doch wenigstens als Name für dieselbe Sache- gegenseitig aus. Und Berlin war nicht glücklicher. Es war ,, Wald" ,,, Wiese" oder„ Weide", es war„, wüst",„ öde", der Abwechselung halber war es auch„ Sumpf". Kaum aber hat einer der vielen Erklärer auch nur daran gedacht, daß der Kern und die Natur des Untergrundes von Berlin sich nicht verändert haben kann, daß er heute noch so aussehen muß, wie er im 13. Jahrhundert ausgesehen hat, und daß auch im 19. u. 20. Jahrhundert trotz aller Aufschüttungen und alles Umwühlens innerhalb des Weichbildes der Riesenstadt der alte Zustand noch zu erkennen sein mußte. Denn alle Veränderungen berühren immer nur die Oberschicht, die Kruste der beiden Plätze, und es ist wirklich keine Kunst, zu erkennen, wie weit der Boden durchwühlt, wie weit er ursprünglich oder wie man zu sagen pflegt- ,, gewachsen" ist. Lossen gibt an, daß in Alt- Berlin und Alt- Cölln noch bei 6.27 Meter Tiefe Ziegelstücke gefunden wurden( S. 893). In den ersten Märztagen dieses Jahres( 1926) kamen auf dem Schloßplatz aus dem Bohrloch I unmittelbar am Wasser aus 6 Meter Tiefe ein Ziegelstück und ein Scherben zum Vorschein; 10,4 m südwärts begann der gewachsene Boden schon bedeutend höher. Die Aufschüttung betrug nur noch 2,50 m.
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Schon die einfachste Ueberlegung ohne jede gründliche Untersuchung würde uns heute sagen, daß die beiden zwischen den Spreearmen liegenden Inseln oder inselartigen Plätze, wie fast alle übrigen Inseln
3) Der Boden der Stadt Berlin. Berlin 1879 S. 885/91.