Heft 
(1927) 36
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weg und vom Feld alles Ackergerät. Am heiligen Silvesterabend kom­men die Hexen vom Blocksberg, sie reiten auf Besenstielen, und an hei- 4x lige drei Könige machen sie wieder zurück. An Silvesterabend nichts verborgen, sonst borgen es die Hexen. Läßt ein Mädchen drei Nuẞ­schalen mit Lichtern schwimmen, zwei bedeuten Männer, eins sie selbst. Je nachdem eins davon ihrem Lichte sich nähert, geht er nach ihr. Stoßen sie zusammen, heiraten beide. Neujahrsnacht mußten alle auf den Tisch klettern und dann runterspringen. Das hieß: Int neie Jahr springen". Legte man das Gesangbuch ins Bett unter das Kopfkissen. In der Nacht griff man danach und schlug es auf. Am andern Morgen suchte man nach, was da stand, z. B. vom Tod. An Neujahrsabend unter einen Teller legen ein Trauerband, ein grünes und ein weißes oder gelbes. Dann zieht man eins heraus. Das Trauerband bedeutet Trauer, stirbt man, das grüne Hochzeit, das weiße Kindtaufe. Silvesterabend, wenn es läutet, die Obstbäume dreimal schweigend schütteln, gibt es viel Obst.

Am ersten Neujahrstag einen Echtenzähn( Eggenzahn), die Spitze nach oben, in der Tasche haben und in der Kirche sein, aber vorm Segen 3X rausgehen, so sieht man die Hexen. Sie haben alle ein Zeichen auf dem Kopf, soll ein weißes Kreuz sein.

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Heilige drei Könige reiten die Hexen wieder auf den Blocksberg zurück. Im Walde bei Gadow, gehört zum Dorfe Glieneck, ist ein runder Berg, heißt Blocksberg, vielleicht 20 Fuß hoch, gelegen im Baren­dick. An Heilige drei Könige sollte abgesponnen sein, sonst kommt die 9x fule Jreth. Sie hat den Wocken auseinandergemacht und mitten in die Heede Roßäppel getan und eingewickelt. Das taten sie heimlich rein. An alte und neue Marien soll man Nutzholz hauen. Lichtmessen hell un 4x klar, jifft en jod Flaẞjahr.

Fastnacht trat auf der Ssickenbock, verkleidet wie ein richtiger Ziegenbock, hatte einen richtigen Ziegenkopf mit Hörnern auf und einen langen Bart, ein weißes Laken um, in dem in der Mitte ein Loch( Schlitz) geschnitten war, so daß der Mann nicht zu sehen war, sah an die Fenster, kam in die Spinnstuben, kroch auf allen Vieren. Einer wurde als Puthahn umhergetragen und in die Spinnstuben gesetzt, konnte sich nicht bewegen, Arme und Beine waren gebunden, Kleider umgetan und eingefaltet, der Kopf von Holz mit roten Lappen daran. Ist verboten ( 1908), denn es ist einer mal verunglückt.) Es wurde eine große Stroh­

1) W. v. Schulenburg, Wendische Sagen, 1880, 182: ,, Ebenso sollen auch keine Verkleidungen sein, daß Männer Weibskleider und Weiber Mannskleider anziehen, haben die Alten gesagt. Einmal gingen sie mit der Kokoschka( Henne) von einem Dorf in das andere. Einer, gebückt, die Hände an den Knöcheln fest­gebunden, mit alten Tüchern hühnerartig behangen, ahmte Bewegungen der Henne nach und kam nur langsam von der Stelle. Unterwegs kam sie ein Schreck an, alle andern liefen weg und ließen die Kokoschka im Stich und kamen wieder in der Spinnstube zusammen. Aber die Kokoschka kam nicht... Im Finstern würden sie doch nicht sehen, meinten sie, und warteten bis zum andern Morgen. Am andern Morgen.. fanden sie nichts mehr als die Lumpen, die die Kokoschka angehabt hatte, kurz und klein gerissen und alles voneinander geworfen, und hier und da ein Fleckchen Blut, aber die Kokoschka fanden sie nicht mehr." Spreewald.

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