Heft 
(1927) 36
Seite
135
Einzelbild herunterladen

e

nd

en

uf

es

Da

zt t

te

er

mit

nt

en

1

en

em

en

die

cen

ald

ng

em

135

,, Lacht man durch die Hosen( Mannshosen), dann waaid morjen jud Wetta", sagten Mädchen und Frauen, wenn gut Wetter zur Wäsche sein sollte. Strock di man god öba Nacht met dien Brüemm( Bräutigam), det morjen god Weeda weerd."

,, De Burknüppel kümmt nu", sagt man, wenn der Schulze ihn rum­schickt zur Bekanntmachung. Es ist ein vierkantiges Stück Holz, oben an der Spitze ein Loch durchgebohrt, dadurch geht eine Strippe, und an der Strippe ist ein Zettel. Es sind zwei Knüppel, der eine geht rechts, der andere links rum.

Manche können Läuse machen. Um sie abzuwehren, soll man drei Läuse ins Schlüsselloch pusten bei dem, wo man denkt, daß er Läuse macht.

Bei Schmolde ist der Schmoller Dann( eine Bauernheide). Darin ist ein kleiner Berg, der ist verwünscht. Da haben sie auch Musik gehört am Johannitag, und zwei feine Jungfrauen haben da am Johannitag spazieren gegangen. Es hat auch gerochen nach Backen( Festkuchen?). Auch eine Stimme hat da am Geleise im Wege gesprochen. Der Berg hat sich aufgetan, dann sind die Jungfrauen reingegangen und ver­schwunden.

Hochzeiten, wenigstens große, sind immer am Freitag, selten Dienstags. Am Donnerstag ist der Polterabend. Am Polterabend treten Utkleda auf, verschiedene, z. B. ein alter Leierkastenmann und eine Tänzerin. Bei Hochzeiten schenken junge Mädchen der Braut die Wickelpuppe, die in eine Unmenge Papiere, eins über das andere, eingewickelt ist. Die Braut wickelt sie dann ab, und alle lachen. Wenn am Hochzeitstage die Sonne scheint und Wind ist: ,, Da is nich fell los"( kein Glück). Die Sonne soll nicht scheinen und es recht stil sein, das bringt Glück. Es kann auch ein paar Tropfen Regen sein, dann ,, regnet das Glück in den Kranz".

Der Brautbitter trägt eine rote Schärf( rote Schärpe). Jeder, wo er hinkam, mußte ihm ein Band anstecken an die Mütze. Die Bänder waren von allerhand Farben. Außerdem bekam er ein Trinkgeld.

Bei der Taufe hält von den Paten die älteste Frau das Mädchen, der älteste Mann den Jungen. Der Jüngste von den Paten trägt das Kind zu Hause. Fünf Paten müssen sein, bei unehelichen Kindern bloß drei( so weit Schmolde).

Dörfer Teetz, Gadow. Bei der Ernte wird gemäht und gleich ge­bunden. Wer die letzte Garbe kriegt, hat den Ollen2), wird darüber ge­

1) Vergl. meinen Hinweis auf den nordischen Gott Freier in der Zeit­schrift für Ethnologie.

2) Gryse spricht noch vom Wodendüvel. In den Zwölften soll man nicht spinnen, haspeln, weben, weil sonst nach Frank( Mecklenburg) Wodens Pferd den Flachs zertritt. Sonnabend soll( nach Bartsch) der Wocken leer sein, sonst kommt der Waul hinein. Bei Hagenow ließ man noch zu Anfang des 19. Jahrhunderts einige Halme stehen, damit de Waur Futter für scin Pferd finde. Fru Gode zieht in den Zwölften um und besudelt nichtabgespon­nene Wocken. Es zieht de Waul"( Bartsch).

do