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lacht, weiter nichts. Sowie der Herr das erste Mal aufs Erntefeld kommt, stellen die Männer die Sensen hoch, den Hut oben auf den Stie:'), und streichen die Sensen mit der Streke, die in der Strektasche ( Wetzpulle) steckt.
Wir sind Arbeiter und austen durch die ganze Welt. Wir möchten gern eins trinken und haben kein Geld,
Ihnen zu Ehren. Möcht' Sie uns auch ein kleines Trinkgeld bescheren. Es mag sein groß oder klein,
Wir wollen damit zufrieden sein.
Dann bringen sie ein Hoch aus. Währenddessen bindet eine Frau den Herrn mit einem Kornband mit Aehren. Dann gibt der Herr Geld. Für die Mäher gibt's Strikelbär( Streichelbier), das wird auf dem Felde getrunken. Die Tonne Bier gibt der Herr. Und dann geht's mit Musik ins Dorf zurück, darauf Tanz und Abendbrot. Wenn die ganze Ernte, auch die der Kartoffeln, beendet ist, wird eine Krone mit Blumen und Bändern durchs Dorf getragen, Mädchen mit geschmückten Harken 4K begleiten sie, und dann vor's Herrschaftshaus. Dann wird ein Spruch gebetet, darauf Tanz.
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Wenn einer bei der Ernte krank wird, sagt man: ,, Di hädd de Austbock stött." Wenn Kinder ins Korn gehen und Blumen ausreißen wollen, sagt man: Jott da nich rin, da sitt de Austbock drin", oder auch ,, de Roggenwolf". Frauen ziehen bei der Ernte neue Kleider an und binden neue weiße Schürzen vor. Bei der Rückkehr von der Ernte singen die Arbeiter. Der junge Mann schenkt seinem Schatz eine( rotbraun?) polierte Harke mit der Inschrift in weißer Schrift:„ Bleib getreu 3x bis in den Tod", und Namen und Ort. Das Mädchen schenkt ihm, dem Liebsten, eine Schande. Durch die Schande hat der Mäher mehr festen Halt.
Hochzeit. Hochzeiten finden statt am Freitag, auch Dienstags 4x( Teetz, Gadow), kleine Hochzeiten Sonntags, ebenso die der Witwer und
1) Aehnlich wurde vormals Wode( Wodan) geehrt. Wie Prediger Nicolaus Gryse( Rostock 1593) berichtet, wurde bei der Ernte der letzte ,, Humpel Korns unafgemeiet" stehen gelassen. ,, Alle Meiers sin darume her getreden, ere Höde vam Koppe genamen unde ere Seisen.. uppgerichtet und hebben den Wodendüvel dremal.. also angeropen unde gebeden"( J. Grimm). Bestätigt wird das bekannte Gebet durch einen amtlichen Bericht über den auf dem Lande herrschenden Aberglauben", wovon nach Bartsch( Sagen aus Mecklenburg. 1880, II, 307) ein Bruchstück im Schweriner Archiv enthalten ist, worin es heißt:
,, und rufen und scherzen laut: Ho Wode, ho Wode, du goder, Hale dinem Rosse nu Voder, Hale nu Disteln vnd Dorn, Thom andern Jahr beter Korn."
David Frank erwähnt noch( nach Grimm), wenn der Roggen ab sei, werde den Erntemeiern Wodelbier( das Strikelbier) gereicht, und bemerkt ausdrücklich, der wilde Jäger Wod reite auf weißem Rosse.
Nach Bartsch( Meckl. Sagen) ist Wodendunk, Wodendung Cicuta virosa. Ein Pflaster von Wodendunkwurzeln als Heilung gegen Lähmung, hervorgerufen durch Zauber, bezeichnet von einer Hexe i. J. 1660.
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