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müssen sie wegtreten, die Braut und der Bräutigam, das bringt Glück, soll der jungen Frau in aller Tätigkeit Glück bringen, bei Flachs, Vieh u. a. Beim Kirchgang streuen zwei kleine Mädchen mit Körbchen Buschbaum( Buchsbaum) vor den Brautleuten auf den Weg bis vorm Altar. Zwei Brautjungfern und zwei Brautdiener haben eine Flasche mit rotem( und blauem) Band in der Hand und geben unterwegs den Begegnenden einen Schnaps. Der Prediger führt die Braut an den Altar.
Haare vom Vieh tut die Mutter der Braut heimlich in den Schuh, hat sie Glück mit Vieh. Leinsamen in den Brautkranz getan, gibt schönes Flachs. Die Braut hat ein kleines Holz im Handschuh und 5x zerbricht es vorm Altar, damit sie nicht Schläge kriegt. Sie hatt Dill und Salz bei sich, und sagt:„ Ick streue Solt und Dill, nu kann ick moken, wat ick will." Geld, dem Bräutigam abgeborgt, hat die Braut im Schuh vorm Altar. Auf wessen Seite vom Brautpaar bei der Trauung die Altarkerze schwächer, dunkler brennt, der stirbt zuerst.
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Nach der Trauung gehen die jungen Leute, die vorm Altar sind, um den Altar herum und legen kleine Geldgeschenke hin. Mit Musik geht es dann nach dem Hochzeitshaus zurück, die Braut und Brautjungfern und geladenen Mädchen. Die Brautdiener und die jungen Leute, Männer, bleiben an der Kirche stehen, bis die Musik wiederkommt mit den eingeladenen jungen Mädchen. Die gehen dreimal um die jungen Männer herum. Jeder von ihnen nimmt sich ein junges Mädchen. Die beiden bilden dann während der ganzen Hochzeit ein Paar, und nun geht's nach dem Hochzeitshaus. Es folgt das Hochzeitsmahl, die Maltied. Früher gab es Suppe, das war eine Fleischbrühe mit Grieß, Fische, Braten und Kartoffeln, Milchreis. Ein Kanten Brot vom Hochzeitsmahl schimmelt nicht. Keiner darf von der Hochzeit früher weg als die anderen, wird geholt mit Musik, auch wer sich verkriecht, sei es zu Bette oder im Backofen, wird vorgeholt, ob halb angezogen oder im Bette im Hemde schon, er muß mit, wird mit Musik wieder zum Hochzeitshaus gebracht, muß weiter mitmachen und tanzen bis Mitternacht. Nach dem Mahl ist Tanz. Die Brautleute schlafen im Hochzeitshaus, jeder für sich in einer besonderen Stube. Am zweiten Tag schlafen sich alle aus. Dann wird die Nachhochzeit gefeiert. Den zweiten Abend schlafen Braut und Bräutigam zusammen. Man nahm die Blüte vom Knobbekrut( Centaurea jacea L.), schnitt sie von zweien oben ab und legte die zwei nachts vorm Bett auf den Stuhl. Welche dann ausgrünt, der ist getreu. Denn
Im Gedicht: Die Braut( Mönkgut):
Eine blaue Schürze hast du mir gegeben, Mutter, Schad' ums Färben, Schad' ums Weben. Leber Schürze siehe die dortige Erklärung:„ Die Bräute werden als solche durch eine blaue Schürze bezeichnet." Eine Redensart, die man früher hörte: solange man noch eine blaue Schürze( Stück blauer Himmel) am Himmel sehen kann, hält der Regen nicht an, braucht man die Hoffnung auf gut Wetter nicht aufgeben. W. v. S. Fischart in der Geschichtsklitterung( Halle, 1891, 196) sagt: Jr wollt mir wie ewerem Beicht Vatter dieß falls glauben, blaw bedeut gewißlich den Himmel vnd Himmlische sachen, gleich wi das Weiß freud und lust bedeut."
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