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schen Kreises. Obwohl seine Praxis sehr bedeutend war, fand er nebenbei doch noch Gelegenheit, sich mit naturwissenschaftlichen und historischen Dingen zu beschäftigen. F. ist ein Sammler von unermüdlichem Fleiße. Alles nur irgend erreichbare Material trägt er zusammen. Als Kennzeichen seines Fleißes möge dienen, daß er 900 Bogen mit Auszügen aus Reisebeschreibungen und naturhistorischen Werken sehr eng mit seiner ganz vorzüglichen Schrift beschrieben hat. Auch eine große Anzahl medizinischer und naturwissenschaft.icher Aufsätze stammen aus seiner Feder. Und viele Ehrungen sind ihm seiner Gelehrsamkeit wegen zuteil geworden. Bürgermeister von Neuruppin war er, als er am 21. Oktober 1776 im Alter von 72 Jahren starb.
Seine andern Werke sind fast vergessen, seine große Mineraliensammlung verstreut, immer aber wird sein Name lebendig bleiben durch die Abschriften, die er aus dem Stadt- und Kirchenarchiv von Neuruppin gemacht hat, denen er ergänzend Abschriften anderer Urkunden und Akten, sowie Berichte von anderen Personen hinzufügte.
Die Titel der beiden Teile, in die das Werk zerfällt, lauten: Miscellanea Historica der Stadt Neuruppin. I. Teil. Aus denen alten Briefen und Rechnungen der Münche- Celle an der Pfarrkirche zu Neuruppin bis annum 1700 excerpiret a. 1757 und 1758 von Bernhard Feldmann, Med. D. Kreis- und Stadt- Physico( hernach Consule ordinario) daselbst( 706 Seiten).
II. Teil. Aus den alten zu Rathause liegenden Kirchbüchern, andern Manuscripten, Zettel der Einwohner und gedruckten Büchern als Leichenpredigten etc., gesammelt von usw.( 439 Seiten).
Ein dritter Teil, der wohl gerade erst begonnen war, umfaßt nur 16 Seiten. Den Schluß bi'det ein Register der Magistratsfamilien, die im zweiten Teile erwähnt werden.
Mit einer peinlichen Genauigkeit beschreibt Feldmann die Bücher, Urkunden, Folianten usw., aus denen er Abschriften entnimmt. Ja, sogar den Tag, an dem er die Schriftstücke erhalten hat, und den Tag der Rückgabe verzeichnet er genau.
Wie es mir scheinen will, ist Feldmann durch familiengeschichtliche Interessen zuerst veranlaßt worden, seine Abschriften anzufertigen, denn er beginnt am 28. September 1756 den II. Teil mit Auszügen aus den Neuruppiner Kirchenbüchern, und zwar zuerst hauptsächlich über die Krielsche Familie, denen dann andere familiengeschichtliche Nachrichten folgen. Eine teilweise Bestätigung bringt der Brief Feldmanns vom 10. 12. 1759 an Prof. Bekmann, in dem er davon spricht, daß er in langer, mühevoller Arbeit für seinen Freund Krie'e in Indien die Genealogie zusammengestellt und zu diesem Zwecke alle erreichbaren Akten eingehend durchgesehen habe. Ueberhaupt ist der zweite Teil für die Familiengeschichte wichtiger als der erste. Dieser Teil wird am 8. 3. 1757, also fast ½ Jahr später, mit den Abschriften aus den Akten, die in der sogenannten Mönchszelle lagen, begonnen. Während im zweiten Teil alles ohne irgend eine ersichtliche Ordnung durcheinander steht, auch spätere Nachträge auf freie
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