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29. Juni: Herr Umbreit: Die frühe Eisenzeit in Hannover( Fortsetzung). 21.- 24. Juni: Ausgrabung einer vorgeschichtl. Siedlung bei Lüdersdorf. 18.- 21. August: Ausgrabung auf dem Pennigsberg bei Mittenwalde. 24. August. Herr Berg: Aeltere Eisenzeit im Saalgebiet. 27.- 30. August: Ausgrabung der Siedlung bei Lüdersdorf.
7. September. Herr Berg: Aeltere Eisenzeit im Saalgebiet( Fortsetzung). Frl. Tuchel: Mäanderurnen.
21. September. Dr. Kiekebusch: Die Kölner Anthropologentagung. Frl. Tuchel: Mäanderurnen( Fortsetzung).
26. Sept.- 5. Oktober: Ausgrabung auf dem Pennigsberg bei Mittenwalde und der mesolithischen Siedlung am Frauenbusch.
7.- 9. Oktober: Studienfahrt nach Stendal, Tangermünde und Magdeburg. Besichtigung der Museen und der vorgeschichtl. Siedlung bei Tangermünde. Geschichte der altmärkischen Städte, ihrer Kirchen und Tore. Autofahrt zu den Riesensteingräbern von Steinfeld und Grünenwulsch.
Wie die Studienfahrten verlaufen, das sei an der letzten erläutert. Von Berlin ging die Fahrt bis Stendal. Am Nachmittag wurden besichtigt das Uenglinger Tor, bekanntlich eines der berühmtesten Bauwerke des märkischen Mittelalters, das Tangermünder Tor mit seinem Tonnengewölbe, die Marien- und die Domkirche, das Rathaus, der Roland und das Denkmal Winckelmanns, dessen Andenken noch heute alljährlich in der Dezembersitzung der Berliner Archäologischen Gesellschaft gefeiert und durch alljährliche Herausgabe des ,, Winckelmannprogramms" geehrt wird. Winckelmann war der Sohn eines armen Schuhmachers in Stendal, Lehrreich ist auch, wie die Kaufmannssiedlung mit Rathaus und Markt inmitten der beiden alten Dörfer liegt, die den Typus noch heute genau erkennen lassen und aus denen die heutige Stadt erwachsen ist: ,, Das alte Dorf" Stendal und Schadewachten. Zwei weitere Dörfer wurden übrigens später noch einbezogen. Abends berichtete ich im„ Fürsten Bismarck" über die Geschichte der Stadt, namentlich über die inneren Kämpfe des 14. und 15. Jahrhunderts. Am nächsten Morgen zeigte uns Herr Gewerberat Kuchenbuch das Museum mit seinen hervorragenden vorgeschichtlichen Funden, die ja von Kupka größtenteils musterhaft bearbeitet sind. Leider wird die Wirkung auch dieser von begeisterten Altertumsfreunden betreuten wertvollen Sammlung durch Mangel an Mitteln, an Kräften und Raum immer noch stark beeinträchtigt.
Gegen Mittag mit der Bahn zur Kaiserstadt Karls IV., nach Tangermünde. Mauern und Tore( Hühnerdorfer, Neustädter, Roßfurter) und das Rathaus, bekanntlich in mehrfacher Beziehung ein Vorbild für den Bau unseres Märkischen Museums, wurde besichtigt, ebenso wie die Burg mit dem Kapitel- und dem Pulverturm und der von mächtigen Strebepfeilern gestützten Mauer. Die Fähre brachte uns hinüber auf das rechte Elbufer mit dem wundervollen Blick auf die Stadt. Der Nachmittag führte uns in die reichhaltige Sammlung Fölsch, und unter Führung dieses Herrn sowie der Herren Mehl und Däthert hinaus auf das Gelände einer vorgeschichtlichen Fundstelle in der Nähe einer Fabrik, wo der Humusboden