Heft 
(1927) 36
Seite
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Hier liegt der Erich Tunichtsgut.

O Wanderer, zieh' ab den Hut! Der Teufelsfürscht hat ihn geholt.

Weil er die Gatter nicht zumachen wollt,

- Weil er Flaschen zertrümmerte und Stein ablassen. Leere Konservenbüchsen und Papier hat liegen lassen, Weil er Kuh und Jungvieh belästigt und die Sennerin dazu, Hat ihn der and're geholt. Herr, gib ihm die ewige Ruli. Marterl der Bayrischen Bergwacht.

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K. Poetters

E. Günther. Die Ruderriege und ihr Leiter. Verlag R. Eisenschmidt, Berlin, 96 Seiten, kl. 8°. Preis 1,60 RM.

Ein Vademekum des Rudersportlers, soll der Inhalt des Buches dem jungen Ruderer als Lehrbuch dienen.

K. P.

Dr. Franz Lederer, Uns kann Keener! Berliner Humor. Sprache, Wesen und Humor des Berliners. Neuntes und zehntes Tausend. Verlag der Germania, A.-G., Berlin C 2.

Ein lachender und Frohsinn um sich breitender Schalk ist der belesene Verfasser. Wenn er Sprache und Humor des Berliners vom ästhetischen Standpunkt würdigt, so ersehen wir zu unserer Genug­tuung, wie die Sprache des Spreeatheners sich auszeichnet durch einen Reichtum von anschaulichen Bildern, scherzhaften Redewendungen, tref­fenden Vergleichen, komischen Uebertreibungen, von humorvoller Kritik und merkwürdigen Wortspielen. Alles das liegt in dem schlagfertigen Wesen des Berliners begründet. Die geistige Fülle verleiht ihm ein nicht unberechtigtes Selbstgefühl, das mit bewußter Geste allen Angriffen auf die Reichshauptstadt und ihre als großschnäuzig angesehenen Insassen wehrt. Uns kann Keener! Der Berliner ist im allgemeinen weniger be­liebt a's sein Humor, der überall, wo Deutsche wohnen, willigem Lächeln begegnet. In diesem Sinne will unser Buch wirken. Es ist mit Fleiß zusammengestellt und als Denkmal einer Geistesrichtung anzusehen, die, unbeirrt vom Lauf der Ereignisse und Tagesstimmungen, ihren eigenen Kurs geht. Höchst anregend, ist es jedem Hypochonder oder durch die Not der Zeit Vergrämten zu empfehlen. Mögen alle das köstliche Buch lesen, die das Wesen des Berliners kennen lernen wollen, um zu ver­stehen, daß der Berliner besser ist als sein Ruf. Mögen die vor allem sich die Lektüre des Buches angelegen sein lassen, die vom Berliner nichts wissen wollen als seine Witze, um sie dann weiterzutragen. Mögen der 5. Auflage weitere folgen! Zu bemerken finde ich, Hans Brendicke ( S. 50) weit nicht mehr unter den Lebenden. Die Präsensform der Schil­derung trifft daher nicht mehr zu.

Auf realeren Boden führt uns ein weiteres Werk des kundigen Verfassers:

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