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wenn man die Grenzgebiete mit in die Betrachtung einbezieht, ja, sogar den Gesichtskreis möglichst weit zu spannen sucht. Das gilt für die Steinzeitkulturen mit ihren Kugelamphoren, Trichterbechern, fazettierten Steinbeilen ebensogut, wie für die frühgermanischen unserer swebischen Urväter, die auf ihren Wanderungen bis an den Mittel- und Oberrhein und weiter hinaus ihre Kulturgüter trugen, und ebensogut für die Kulturen des Mittelalters mit ihren Feldsteinkirchen und ihren Backsteinbauten. Verfolgen wir aber aufmerksam diese Strömungen, so finden wir gleichzeitig den Weg von der Heimatkunde zur Deutschkunde, bleiben nicht, indem wir Heimatkunde treiben, im Partikularismus stecken und werden so rechte Bürger unseres großen, schönen Vaterlandes.
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Neue Bücher.
Marie Jaedicke, Naturschutz- Brevier. Der Naturschutzgedanke in Dichtungen und Aussprüchen, gesammelt im Auftrage der Staatlichen Stelle für Naturdenkmalspf.ege in Preußen. Prof. Dr. W. Schoenichen. Mit 24 Bildtafe'n. Verlag von J. Neumann, Neudamm.
Dem Geleitwort, welches dem Buche beigegeben ist, kann man sich nur anschließen, wenn es heißt:„ Worte aus Dichtermund sind in diesem Buche zusammengestellt unter dem Gedanken des Naturschutzes, eine Idee, die von jedem, dem die Hege und Pflege der Natur am Herzen liegt, begrüßt werden wird. Der gemeinsame Gedanke, der diese Dichtungen und Aussprüche bindet, macht das Buch zu einem wertvollen Werkzeug, für das Evangelium des Naturschutzes aufklärend zu wirken. Die Schönheit und Eigenart unserer deutschen Heimatnatur weht uns aus diesem Buche entgegen, ein Beweis, daß deutsche Dichter immer und immer wieder ihre innigsten Offenbarungen aus der Natur empfingen Aus den hier gesammelten Gedichten spricht innige und wahre Naturverbundenheit, die in zarter Sorge auch all der unendlichen Lebens wunder der Schöpfung achtet, denen wir mit Milde und Menschlichkeit begegnen sollen. Dies bedeutet eine ernste Mahnung, das höchste Gut unseres Volkes zu wahren und zu schützen, denn die Herrlichkeit der Natur dahinschwinden und vernichten zu lassen, hieße gleichzeitig die Quelle deutscher Dichtkunst verschütten."
Auf 110 Seiten bringt Verfasserin eine Sammlung von Gedichten, Sinnsprüchen, Zitaten, kleinen Erzählungen, die sie dem deutschen Dichterwald entnommen hat. Aber auch Gelegenheitsliteratur, wie Kladderadatsch, Blätter für Naturkunde und Naturschutz usw. dienen ihr für ihren Zweck, zusammenzutragen, was den Leser, Fachmann wie Laien, im Bereich des Naturschutzes interessieren könnte. S. 110 können wir deshalb feststellen, daß nicht nur die Berliner den groben Unfug begehen, ihre Lagerplätze bei einer Wanderung durch den Wald durch Fortwerfen von Stullenpapier zu kennzeichnen, sondern daß diese Verschandelung auch auswärts vorkommt, denn wir lesen hier: