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Rudolf Schmidt.
langem Hin und Her mit dem Erfolg, daß den unglücklichen Einwohnern das Nötigste vom Hauptmann von Jena zur Verfügung gestellt wurde.
Freilich konnte dieser Zustand nicht von Dauer sein. Den Besitzern kam erst Hilfe, als man zur Einrichtung der Polder schritt und in ihrem Gefolge das bekannte Schöpfwerk in Neu-Tornow in Betrieb setzte 3 ).
5. Kirche und Schule.
In kirchlicher Beziehung gehörte Falkenberg von jeher zur Parochia Coethei:. woselbst die Mutterkirche ist und auch der Pfarrherr wohnt.
Die „Matricur* über das Einkommen von Pfarre, Kirche und Schule „de 1600“ besagt wörtlich:
Collatores Dietrich von Holzendorfs sei. Witwe, ist ein Filial zu Koten, hat allhier der Pfarrer ein Stück zu 2 Scheffel Habersaat, 2 Sch. Roggen aus dem Kruge, 2 Sch. Roggen aus der Mühle, alle Quartal aus jedem Hause 6 Dreier, etliche Fische zu Fischtagen, die Mahlzeit samt dem Küster, wenn er hier zuletzt predigt. Den Vierzeitenpfennig, Begräbnisgeld und andere Accidentia wie in Mater.
Küster hat aus jedem Hause alle Quartal 3 neue Pfennige, und eine Gans alle Jahr aus jedem Haus. Den Korb alle Quartal, 2 Groschen aus der Kirche, 2 Gr. von dem Pfarrer, Accidentia wie zu Koten.
Kirche hat einen Rücken Landes, bekommen jährlich 4 Sch. halb Roggen und halb Gerste, item eine Wiese: wenn die Wassers halber kann gewonnen werden, giebt sie 2 Fuder; hat auch eine Sehe, wenn der ge-i fischet wird, kann er 1 Gulden tragen. Item Tafelgeld oder Vierzeitenpfennig.
Da die Prediger der Mutterkirche auch für Falkenberg gelten, so sei ein Verzeichnis derselben hier mitgeteilt (seit dem 30-jähr. Kriege, die früheren scheinen nicht mehr bekannt zu sein):
1630—1663 Johannes Gensichen,
1663—1667 Samuel Fabricius,
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1667—1697 Samuel Gensichen,
1697—1700 Laurentius Gensichen, Sohn des vorhergehenden, ging nach Berlin, 1700—1706 Johann Schlottmann,
1706-1754 David Walter,
1754—1772 David Gottlieb Walter, Sohn des vorhergehenden,
1772—1802 Georg Bindemann, war vorher Prediger und Rektor zu Eberswalde,
1802—1811 Carl Ludwig Bade,
3 ) Eberswalder Heimatblätter No. 137.