Heft 
(1917) 25
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Falkenberg in der Mark.

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18111836 L. Neumann,

1836 1852 Julius Müllensiefen, ging als Archidiakonus an St. Marien nach

Berlin,

1852 1861 D. Leopold Schultze, ging nach Barmen, Posen und war zu­

letzt Generalsuperintendent in Magdeburg,

1861 1879 Leopold Witte, wurde als Professor nach Schulpforta berufen, 1879 1885 Leopold Schultze, Sohn des Generalsup., wurde als Professor

an das Joachimsthalsche Gymnasium nach Berlin berufen, 18851894 K. Nürmberger, dann Prediger an der St. Paulskirche zu Berlin, 18941912 C. Pfannschmidt, ging als Superintendent nach Gransee, seit 1912 Karl Semrau.

Die gegenwärtige Kirche in Falkenberg ist noch nicht ganz 100 Jahre alt, über die frühere ist so gut wie nichts bekannt. Sie wurde 1817 ein Raub der Flammen und konnte erst drei Jahre später wieder aufgebaut werden. Bei dem Brande gingen auch die alten wertvollen kirchlichen Geräte zugrunde, ein goldener Kelch nebst Patene sowie eine ganze Anzahl von Zinngeräten mit kunstvollen Gravierungen. Nach dem Wiederaufbau der Kirche wurde als Nachricht für spätere Geschlechter folgende unterm 27. Mai 1820 ausgestellte Urkunde in den Turmknopf mit eingelegt:

Als am 2. April 1817 die Kirche zu Falkenberg mit Orgel und reichlichem Schmucke, sowie der Turm mit drei Glocken und einer Uhr, abends 10 Uhr, abgebrannt war, hatte sich in dem Knopfe des Turmes dieses kupferne Kästchen gefunden. In demselben lagen die Stücke eines halbvergilbten Papieres, worauf, nach geschehener Zusammensetzung, fol­gendes geschrieben stand: Dieser Turm zu Falkenberg ist ausgebessert, um­gedeckt und ein neuer Knopf den 12. Juni 1662 aufgesetzt. Gerichtsperso­nen sind gewesen: Bartholomäus Tismar, Schulze und Kirchenvorsteher, Martin Köhler, Kirchen-Vorsteher und Gerichtsmann, Martin Reetz des­gleichen, Kaspar Bowitz, Gerichtsperson; Nachbaren: Michael Bowitz Jacob Wolf Matthias Sack Gurgen Lange (dazumal angenommen) Künkel G. Christian Schillings Witwe Martin Künkel Paul Bo­witz Witwe Johann Künkel, der Krüger Martin Kützow Matthias Träger (Gerade so viele, als 1817 Feuer gehabt hatten). Die Falkenbergische Pfarrkirche hat damals mitkuriert Herr Johann Gensichen Pfarrer zu Tram- pow. Das kupferne Kästchen hat verehrt Herr Samuel Meiner, Kurfürst­lich Brandenburgischer Hammermeister auf dem Kupferhammer bei Neustadt. Herr Daniel Doberitz, Bürgermeister zu Neustadt, hat dieses Stück als neu­geschlagene Münze itzigen Jahres verehrt (war von einem Fremden ge­stohlen). Die Tonne Bier hat gegolten 4 Reichstaler; der Scheffel Roggen 1 Talen 16 Groschen.

Dem oben erwähnten, großen Brande, welcher 14 Familien traf, die aber auf Bitte mit Naturalien und 850 Reichstalern, wozu luch König