12. (7. außerordentliche) Versammlung des XXIV. Vereinsjahres. 4 39
Die beiden llauptvorträge des Abends, beifällig aufgenommen, standen im Zusammenhang mit den Zeitereignissen :
a) U. M. Fräulein Elisabeth Lemke: „Krieg und Kriegserscheinungen“.
b) Herr Dozent Paul Merbach: „Adolf Menzel. Zum Gedächtnis seines 100. Geburtstages im Dezember 1915“ (mit vielen, meist wohlgelungenen Lichtbildern).
12. (7. außerordentliche) dersammlung des XXIV. Vereinsjahres.
Montag, den 13. Dezember 1915, mittags.
lin Liclithof des Kunstgewerbemuseums wurde heut unter freundlicher Erklärung und Führung des Königl. Hausbibliothekars Herrn Dr. Bogdan Krieger, mit Unterstützung u. V. M. Herrn Professor Dr. Pniower die Aquarellausstellung der Königl. Haus- biliothek eingehend besichtigt.
Die örtlich augeordneten, durch Tafeln kenntlich gemachten Gruppen der Ausstellung sind folgende:
I. Berlin.
II. Potsdam.
III. Deutschland im allgemeinen mit einer kleinen Sondergruppe aus der Mark.
IV. Bayern, besonders München.
V. Österreich, besonders Wien.
VI. Das übrige Ausland, besonders Italien.
Es sind keineswegs immer die bedeutendsten Künstler seiner Zeit, denen der König die von ihm gewünschten Darstellungen in Auftrag gab. Der namhafteste der von ihm herangezogenen Architekturmaler für die Darstellungen der Königlichen Schloßbauten ist Carl Gräb, geboren 1816, dessen Bilder durch die sorgfältig durchgeführte Wiedergabe aller architektonischen undskulpturellen Einzelheiten sich auszeichnen. Von anderen Malern dieser Gruppe seien genannt: Ed. Biermann, Ed. Gärtner, Gregorovius, F. W. Kloß, H. Hintze, und A. von Keller, für die Darstellungen aus Potsdam: A. von Arnim, F. Marohn, A. Lompeck, J. Schlegel und ein Teil der eben Genannten, für das von Friedrich Wilhelm IV. im römischen Villenstil erbaute Schloß Charlottenhof besonders Schinkel und seine Schüler Persius und Stüler, die in ihren im Aufträge des Königs ausgeführten Bauten größtenteils die Ideen des Bauherrn ausführten, der selbst ein geschickter Zeichner war.