Heft 
(1917) 25
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19. (9. ordentliche) Versammlung des XXIV. Vereinsjahres.

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Techn. Hochschule zu Charlottenburg 1916, die ich herumreich'e, erinnert. G. hat sich um die Wiedereinbürgerung und Verbesserung unseres behag­lichen, heimischen Kachelofens große Verdienste erworben. Leider sind die Ergebnisse der Veltener Tonindustrie während des jetzigen Weltkrieges keine besonders erfreuliche. Vergl. noch Monatsblatt XVII. 493 und XVIII. 386.

Vorgelegt: die Prähistorische Zeitschrift 1915 Heft 1 und 2. Darin sehr beachtenswert, kritisch scharf: Otto Ohlshausen:Ueber Eisen im Altertum. (Geschmolzenes und ausgeschmolzenes Eisen). Ferner: G. Schwantes:Zur Entwickelungsgeschichte der Maeanderurnen des Elb­gebietes. Ich darf hierbei vielleicht anfügen, daß Mäandergefäße auch' auf unserem allernächsten Grund und Boden Vorkommen. So fand ich vor Jahren in der Leibniz-Straße zu Charlottenburg im damals noch unbebauten Südteil, östliche Seite, in einer Kiesgrube maeandrisch wohlverzierte Gefäß­reste, etwa 2. Jahrh. n. Chr., die ich dem Märkischen Museum überwiesen habe.

Vorgelegt: Monatsblätter des Touristen-Club f. d. Mark Bran­denburg März 1916: Rektor H. Bieber:Die Nagelung des Eisernen Hindenburg im Tiergarten. Historische Schilderung, S. 26.

Vorgelegt: Römisch-Germanisches M useum zu M ainz. Der in- haltreiche Jahresbericht vom 1. April 1915 bis 31. März 1916, der trotz des bösen Krieges erfreuliche Fortschritte namentlich in den Neuerwerbungen aufweist.

Vorgelegt das Burkhardt-Album, zu dem die Erben unseres ver­ewigten Ausschußmitgliedes Karl Burkhardt, u. M. Dr. Kräusel als Schwie­gersohn und seine Gattin als Tochter 50 M. in dankenswerter Weise ge­spendet. Es finden die Bildnisse der Brandenburgiamitglieder darin Auf­nahme und ergeht hiermit die Bitte, die noch fehlenden Porträts baldigst Herrn Rechnungsrat Kerkow als Pfleger der Bildersammlung zu übermitteln.

Unser Mitglied Herr Professor Herman Schalow hielt demnächst einen Vortrag überJohann Leonhard Frisch (1666- 1743) und dessen Bedeutung für die Entwicklung der Ornithologie in der Mark Bran­denburg. Der Vortragende gab zunächst ein Lebensbild des hervorragenden Polyhistors. Süddeutscher von Geburt, kam er nach mannigfachen Wan­derungen und Irrfahrten 1698 nach Berlin, wo er als Rector des Berlinischen Gymnasiums zum Grauen Kloster 1743 starb. Er war der erste wissen­schaftliche Ornithologe, der in der Mark Brandenburg über die Vögel der' Mark Brandenburg geschrieben hat. Sein großes Werk: Vorstellung der Vögel in Teutschland (17321763) ist von bleibendem Wert. Mit ihm be­ginnt die Geschichte der Vogelkunde in unserer Provinz. Frisch hatte sich mehr denn Conrad Gesner von den scholastischen Anschauungen mittelalter­licher Zoologie frei zu machen gewußt und an Stelle der Ueberlieferung die selbständige Beobachtung gesetzt.. Nach einer Schilderung der zoologischen