Heft 
(1919) 27
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Lehrer die Möglichkeit geben, sich in vollkommener Weise auf seinen künftigen Beruf vorzubereiten:

1. Das Fachstudium sowie das Studium der Philosophie und besonders der Pädagogik würde auf der Universität erledigt werden. 2. Dem Studium der Heimatkunde würde der Studierende in gleich gründlicher Weise sich hingeben auf dem Institut für Heimatkunde. 3. Die praktische Ausbildung für das Lehramt könnte das Zentral­Institut für Erziehung und Unterricht übernehmen, das ja schon jetzt mit vollem Recht auch Männer der Praxis in den Dienst seiner Lehraufgaben stellt.

Die Heimatkunde müsste einen erfreulichen Aufschwung nehmen und neue Steine, möglichst Grundsteine, herbeitragen zum Wiederaufbau unseres Vaterlandes.

Am Schlusse betone ich nochmals, was zu betonen bei Erörterung der Lehrerbildungsfragen meines, Wissens bisher arg vernachlässigt worden ist: Das Institut für Heimatkunde soll nicht nur Lehr­stätte sondern auch Forschungsinstitut sein.