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Karl Rickmann
nehmung nach ihm macht Otto an den Fragmenten aus Ansiedelungen der Westschweiz der La Tèneperiode.
Aus allen bisherigen Darlegungen ergibt sich, daß die Ansichten über Abstammung und Rassenmerkmale unseres Torfschweines sich die Wage hielten; solange die Streitfrage im engsten Rahmen der vergleichenden Kraniologie entschieden werden mußte, wurden zwar bemerkenswerte und zutreffende Einzelresultate erzielt, ein klares Licht vermochte jedoch keiner der bisherigen Forscher in die Gesamtheit der einzeln gemachten Wahrnehmungen zu bringen.
Erst die Ergebnisse der Ausgrabungen am Anau- Hügel in Zentralasien und die Schlußfolgerungen, welche archäologische und ethnographische Forschungsmethode daraus gezogen haben, in Verbindung mit neuerdings gemachten Funden in Böhmen und Norddeutschland waren imstande, das bisherige Dunkel zu erhellen.
Fast gleichzeitig mit Pira veröffentlichte Duerst die Resultate, zu welchen er aus den eben erwähnten Ausgrabungen am Anau- Hügel, andererseits aus Funden prähistorischer Ansiedelungen in Böhmen und NorddeutschDaraus ergibt sich die überland( Burg im Spreewald) gekommen war. raschende Tatsache, daß in beiden Fundstätten Schädel zu Tage gefördert. wnrden, welche nicht nur in der Form, sondern anch in den Massen eine auffallende Uebereinstimmung mit den Schweizer Pfahlbauschweinen, sowohl der der größeren dem Wildschwein ähnlichen als auch der eigentlichen Torfschweinrasse aufweisen. Sogar Restbestände noch lebender Torfschweine vermochte Anutschin in Transkaukasien festzustellen, deren äußere Erscheinung er in Uebereinstimmung mit Anderegg als sehr klein, von schwarzer Farbe und mit stehenden Ohren schildert.
Angesichts derartiger greifbarer Argumente muß die oben beschriebene Auffassung Nehrings von der Abstammung des Torfschweines vorläufig zurückweichen. Allerdings betont auch Duerst, daß in den jüngeren Niederlassungen, also etwa zur Römerzeit, die Reste von Nachkommen des Wildschweines denen des Torfschweines fast gleichkommen, während in den ältesten Ansiedelungen letztere erheblich überwiegen. Somit-konnte Nehring, dem immerhin nur vereinzelte und dazu recht kümmerliche Reste echter Torfschweine vorgelegen hatten, mangels geeigneten Vergleichsmaterials aus unseren Landstrichen das Vorhandensein des s. scr. palustris in Norddeutchland bestreiten, weil eben die Funde nicht alle Merkmale vollzählig aufwiesen, welche Rütimeyer als charakteristisch für s. scr. palustris fordert.„ Ein prinzipieller Grund, das Vorkommen des südlichen Torfschweines in deutschen Kulturschichten bestreiten zu wollen, liegt, wenn man die Abstammungshypothesen ganz außer Acht läßt, durchaus nicht vor und es erscheint deshalb unpraktisch, eine Lokalform anzunehmen, die in Größe und osteologischen vollkommen Charakteren sich individuelle Differenzen ausgenommen .. Es lassen sich ja mit dem Torfschwein südlicherer Gegenden deckt.. auch Torfschaf, Torfrind und Torfhund ebenfalls in norddeutschen Kulturschichten nachweisen.
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Wir werden also gut daran tun, uns der Auffassung hinzugeben, daß Torfschweine wie andere Haustierschläge, als längst domestizierte und durch die Domestikation stark abgeänderte Tiere auch in das zentrale Europa eingeführt wurden, meist ehe die bodenständigen Wildschweine domestiziert wurden oder auch zum Teil in domestiziertem Zustand von näheren oder weiteren vorgeschrittenen Naturvölkern oder Horden übermittelt wurden."( Duerst.)
Ueber die ältesten Schweinerassen und besonders über das Vorkommen des Torfschweines in der Mark Brandenburg sind m. W. Veröffentlichungen
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