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Junge und alte Landschaftsformen in der Mark
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zum Verschwinden der letzten Eisschmelzwässer von ihm. Sie umfaßt vor allem den Zeitabschnitt, währenddessen die Mündungen der Oder und Weichsel noch durch Eis versperrt waren und der Abfluß daher vorübergehend andere Wege nehmen mußte als heute.
So wird nun unsere Aufgabe darin bestehen, die Formen unserer Landschaft danach zu beurteilen, ob sie ihre bestim= menden Züge schon während der Eisbedeckung bekommen haben oder in der Abschmelzzeit, der Dünenzeit oder der Humuszeit, wenn nicht gar erst unter menschlicher Einwirkung in der Kulturzeit.
Da die Abschmelzzeit sich fast nur durch ihre Abflußverhältnisse von der Dünenzeit unterscheidet und ich hier nur gleichsam Stichproben für die Altersbestimmung unserer Landschaftsformen geben kann, so beschränke ich mich auf unsere Talbildungen und will festzustellen suchen, welche Züge sie den einzelnen genannten Zeitabschnitten verdanken.
Ich beginne mit den leichter überschaubaren kleinen Formen und schreite dann zu den größeren fort. Um die Einwirkung des Menschen durch den Ackerbau auszuschalten, betrachten wir die Talformen in Waldgebieten, und um möglichst deutliche Formen zu haben, in Waldgebieten mit größeren Höhenunterschieden. In der Nähe von Berlin bietet sich dazu besonders günstig der Grunewald. Ihn wähle ich als Beispiel für Dinge, die sich in derselben Weise an den verschiedensten anderen Stellen der Mark gleichfalls beobachten lassen. Gehen wir am Havelufer im Grunewald entlang, dann finden wir zahlreiche Talmulden in die Gehänge eingeschnitten. Sie sind im allgemeinen mit dichtem Rasen oder Moosteppich bewachsen; aber wo heute noch eine Fortschwemmung von Boden durch das Wasser erfolgt, sind im Grunde dieser Talmulden engere Auswaschungsrinnen entstanden, die kurz nach stärkerem Regen Wasser führen und deren schluchtartig scharf eingeschnittene Ränder noch nicht oder nur unvolkommen mit Pflanzen bewachsen sind. Wir erkennen hier, daß das Wasser nur dort die Kraft zum Auswaschen der jugendlichen Rinnen gehabt hat, wo es durch jene weiteren, schon vorhandenen Mulden bereits gesammelt oder dem Grundwasser durch den vorhandenen Einschnitt das Zutagetreten erleichtert wurde. Jene älteren Talformen sind also die Voraussetznug für die jetzige Auswaschung und daher nicht durch sie entstanden. Wir sehen vielmehr, daß ihre Formen trotz der jetzigen Aus waschungen unmittelbar neben der jung entstandenen Schlucht infolge ihrer Pflanzenbedeckung unverändert erhalten bleiben, daß höchstens bei besonders tiefen Einschneidungsstellen Rutschungen auch im Nebengelände stattfinden. So sind diese vorausgegangenen Talmuldenbildungen denn jedenfalls kein Erzeugnis der jetzigen Zeit, und wenn die Bewachsung es ist, die die Veränderung durch Fortschwemmung hier verhindert, dann konnten solche Talformen sich nur vor der Bewachsung bilden, sie müssen nach der obigen Einteilung der Dünenzeit angehören. Meist wird sich sogar weiter ergeben, daß die jungen Schluchtformen im Talgrunde nicht dem Wasserabfluß der Humuszeit allein ihre Entstehung verdanken, sondern daß die Fußtritte des