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Junge und alte Landschaftsformen in der Mark
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Vorderbruches und von dem Bruchwald des Kaulsdorfer Busches im Südosten. Kurz nördlich von den unbedeutenden Dünenhöhen der Eichwald- und Fuchsberge erreichen wir sein südliches Ende. Daß es sich hier um eine Anschwemmung aus dem Wuhletal her aus handelt, daran läßt die ganze Gestalt des Schuttkegels keinen Zweifel). Es könnte nur das Alter der Bildung fraglich sein. Ist sie durch die heutige Wuhle erzeugt, oder stammt sie aus der Dünenzeit? Da der Bach heute künstlich begradigt ist, kann man ihn nicht mehr ungestört an der Arbeit sehen. Indessen ist zu bedenken, daß die Bildung eines fächerförmig ausgebreiteten. Schuttkegels mit 1 km Halbmesser wie hier einen derart mit Sand beladenen Bach voraussetzt, daß er sich durch Niederlegen dieses Sandes immer wieder seinen Lauf verbaut und sich selbst zwingt, bald nach rechts, bald nach links auszuweichen. Eine solche Sandführung besitzt die Wuhle nicht und hat sie nur besitzen können, als die Abhänge ihres Tales unbewachsen waren und also noch Sand genug hergeben konnten. Das wurde durch die Bewachsung der Humuszeit unmöglich. Also muß der Schuttkegel der Dünenzeit angehören. Einen etwas größeren Schuttkegel, für den das gleiche gilt, finden wir mit 6 km Halbmesser an der Dosse bei Neustadt. Den 3-4 km messenden Schuttkegel der Plane benutzt die Wetzlarer Bahn zum Uebergange über die Niederung von Brück bei Belzig.
Ich gehe zu noch größeren Formen über und wähle ein Bei spiel, daß ich schon 1913 in einem Vortrage in diesem Kreise be sprochen habe. Bei Kottbus betritt die Spree, von Süden kom mend, eine weite Talniederung innerhalb des als GlogauBaruther Tal bezeichneten Talzuges. In diese hat der Fluß einen Schuttkegel von etwa 10 km Halbmesser gebaut und ist dadurch selbst an den Nordrand des Tales gedrängt worden. Hier kann kein Zweifel sein, daß es sich um eine alte Landschaftsform handelt, denn die Spree hat sich nachträglich in den Schuttkegel eine Rinne eingegraben, in der sie heute fließt und hat dafür nördlich von Burg einen neuen kleineren, flachen Schuttkegel am oberen Ende des Spreewaldes aufgebaut. Bei Kottbus ist sie also aus dem Zustande der Aufschüttung in den der Einschneidung übergegangen. Das setzt eine Verminderung der Sandführung voraus, die verständlich wird als eine Folge der Bewachsung des flußaufwärts gelegenen Geländes in der Humuszeit; denn dadurch wurde die Fortschwemmung von Sand in den Fluß hinein verhindert. So muß der Schuttkegel von Kottbus spätestens der Dünenzeit angehören, und es kann sich nur darum handeln, ob er nicht ganz oder zum Teil schon der Abschmelzzeit zuzuschreiben ist. Das ist insofern schwer oder gar nicht zu entscheiden, als die Abschmelzzeit ja ihren klimatischen Bedingungen nach eine Dünenzeit war und ihre Besonderheit nur da zur Geltung kommt, wo Eisschmelzwässer entlanggeflossen sind. Man kann also die Frage nur so stellen: ob der Schuttkegel der Spree bei Kottbus von Eisschmelzwässern aufgebaut ist oder ob seine Bildung schon zu einer Zeit abgeschlossen war, als der Eisrand noch in der Nähe lag. Dafür liegt bei der Spree kein Grund vor.
2) z. B. gut sichtbar auf Blatt Cöpenick der Karte 1: 50000 von Berlin u. Umg.