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Eisengewinnung in der Provinz Brandenburg
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der damals in der Chemie herrschenden, von Stahl begründeten Phlogistonlehre, nach der die gemeinsame Eigenschaft aller entzündlichen Körper, die Die Reduktion der Metalloxyde Brennbarkeit, als Stoff angesehen wurde.
durch glühende Kohlen stellte sich den Anhängern dieser Lehre als eine Verbindung der betreffenden Oxyde mit dem von der sehr phlogistonreichen Kohle abgegebenen Phlogiston dar. Betreffs der Flußmittel heißt es:„ Es ist eine sehr lächerliche Einbildung, wenn man glaubt, daß dergleichen Zuschläge den ,, Der eigentliche EndFluß der Eisenerze in der Tat befördern können."
zweck und Nutzen der sogenannten Flußsteine ist, daß sie das überflüssige Saure der Eisenerze in sich schlucken." 6) Die Sprödigkeit mancher märkischen Eisensorten wurde auf den Gehalt der Erze an Arsen und Schwefel zurück
11.Abtheil
Figur 4. Der hohe Ofen zu Baruth im Durchschnitt und Grundriß. ( Nach Schauplatz der Künste und Handwerke, Bd. III, 1764). Zeichenerklärung:
1. Die Rostpfähle
2. Der Rost, welcher ein Gatterwerk vou starken, eichenen Pfählen ist
3 Die Grundmauer über dem Rost bis zum Herd
4. Die Anzuchten, welche übers Kreuz unter dem Herde durchgehen
5. Das vordere Gewölbe, so im Grundrisse mit n bezeichnet ist
6. Der Tümpel, wo die Schlacken abgeworfen werden und unten am Herd das Eisen abgestochen wird
7. Die eisernen Anker, welche übers Kreuz durch den hohen Ofen gehen
8. Die eichenen Anker, womit das Mauerwerk zusammengehalten wird
9. Der Rost im Ofen über dem Gestelle 10. Der Schicht
11. Die Gicht
12. Der Grund des hohen Ofens
13. Das vordere Gewölbe
14. Das Balgengewölbe
15. Der mittlere Raum, wo das Gestelle eingesetzt wird
16. Die Blasebälge
17. Die Form
18. Die Linsen.
geführt und als Mittel zur Abhilfe die richtige Mischung verschiedener Erze und Flußmittel angegeben.
Beim Lesen alter technologischer Schriften kann man immer wieder feststellen, daß die gesamte frühere Hüttentechnik im wesentlichen nur auf Er-
6) Ebenda S. 196.