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Funde aus einer frühmittelalterlichen Töpferei
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Im 30. jährigen Kriege wurden diese Unternehmungen meist zerstört oder stillgelegt. Ein großer Teil von ihnen wurde zwar später wieder aufgebaut, doch blieben manche auch in Trümmern liegen und gerieten in Vergessenheit. Nur der Name der Örtlichkeit erinnert dann noch an die alte Hüttenstätte. Der Große Kurfürst sorgte dafür, daß die märkischen Hämmer wieder in Betrieb kamen, er verbesserte die Werke zu Peitz, Krossen, Rathenow und Neustadt a. d. Dosse und kaufte die Stadt Zehdenick mit ihrer Eisenhütte, Im Laufe um sich von der Einfuhr fremden Eisens unabhängig zu machen. der folgenden Jahrhunderte gelangten einzelne Hammerwerke vorübergehend zu hoher Blüte, unter ihnen besonders die Hämmer zu Peitz, Zehdenick, Baruth sowie der Pleiskehammer im Kreise Krossen, der 1772 zuerst erwähnt wird und wahrscheinlich aus dem Döbbernitzer Eisenhammer hervorging. Verschiedene Verbote über die Einfuhr von Eisen beweisen, daß Brandenburg zeitweilig imstande war. sich selbst mit Eisen zu versorgen. In der Tat ist man erstaunt über die verhältnismäßig großen Eisenmengen, welche die Hütten liefern konnten, und über die Mannigfaltigkeit der daraus hergestellten Gerätschaften und Wirtschaftsgegenstände. Auch einen großen Teil ihres Bedarfes an Waffen und Kriegsmaterial deckten die Hohenzollern aus den einheimischen Werken, und Friedrich der Große legte eigens zur Anfertigung von Munition die Eisenhütten zu Vietz und Kutzdorf in der Neumark und zu Alt- Schadow ( Kreis Beeskow- Storkow) an. Granaten, Vollkugeln, Geschütze wurden gegossen, und damit haben die märkischen Eisenwerke die Größe Preußens mitbegründen helfen.
Im Anfang des 19. Jahrhunderts hörte die Herstellung von Schmiedeeisen, welche schon lange infolge des Wettbewerbs des schwedischen Eisens stark zurückgegangen war, ganz auf, und die Werke beschäftigten sich meist mit der Erzeugung von Gußwaren. Man verfertigte Wirtschafts- und Küchen1822 richtete das Peitzer geräte, Öfen, Töpfe, Gewichte, Maschinenteile. Werk eine Emaillierhütte ein, deren Kochgeschirre einen großen Ruf genossen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mußten die märkischen Eisenhütten allmählich ihren Betrieb einstellen: eine neue Zeit war heraufgekommen, deren veränderten Verhältnissen sie sich nicht anpassen konnten. Sie wurden, soweit sie fiskalisch waren, an Privatleute verkauft, welche die Fabrikanlagen meist durch Umstellung des Betriebes in anderer Weise zu verwerten suchten.
Funde aus einer frühmittelalterlichen Töpferei in Frankfurt a. 0.
Von Konrad Strauß- Frankfurt a. O.
Im Herbst 1919 stieß man beim Graben im Garten des Grundstücks Wie sich bei näherer Nachgrabung Gubenerstr. 8 auf zahlreiche Scherben. und Untersuchung durch Herrn Altertumsforscher M. M. Lienan ergab, handelte es sich um Funde, die aus einer Töpferei- Abfallgrube stammen. Einige Kisten mit ausgegrabenen Scherben hat er in gütiger Weise dem hiesigen Ein interessanter hart gebrannter SpinnMuseum( Lienauhans) überwiesen. wirtel aus Ton, sowie einige größere Bruchstücke von Henkelkrügen sind in die Privatsammlung des Herrn Direktor Dr. Agahd gekommen. Herr M. M. Lienau hat mir nun in freundlicher Weise gestattet, seinen Fund wissenschaftlich bearbeiten und veröffentlichen zu dürfen; auch hat der Forscher schon in chronologischer Hinsicht als erster den Fund mit ziemlicher Beer versetzt ihn in das 12.- 13. Jahrh. stimmtheit zu datieren gewußt ein Schluß, zu dem ich auch nach vielen anderen analogen Fundstücken
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