Heft 
(1923) 32
Seite
8
Einzelbild herunterladen

8-

Der

Das rechte Os incisivum fehlt, das linke ist von der vordersten Spitze bis zur hinteren Spitze des Processus nasalis 10,2 cm lang erhalten. Processus nasalis des Os incisivum legt sich gleich bei seiner Berührung mit der oral verjüngten Maxilla dieser lateral an und bildet mit seinem hinter­sten Ende die Fortsetzung des Nasalrandes der Maxilla.

Dieser Schädel gehörte, wie man an den ausgeprägten Gefäßrinnen der Hornzapfen sowie dem Uebergreifen der Rauhigkeiten der Hornzapfen auf die Stirnbeine ersieht, einem ausgewachsenen Tiere an und zeigt die gleichen typischen Merkmale des Kuhschädels wie der vorher beschriebene.

A I, 9208 ist ein Frontal- Interparietal- Occipitalrest von dunkelbrauner Farbe mit linkem, vollständig erhaltenen Hornzapfen, während der rechte von Wie bereits angeführt, stimmt er, soweit er er­der Mitte ab zerstört ist. halten ist, mit A III, 1986 überein. Die erhaltene Stirn zeigt dasselbe Ge­präge, nur liegt hier die Stirnenge( 12,95 cm) etwa 1,5 cm vor dem Horn­ansatz, von wo ab sich die Stirn auf 13,5 cm verbreitert. Die Orbitae sind zerstört, lassen aber trotzdem auf eine rechteckige Form schließen. Der er­haltene linke Hornzapfen zeigt gleiche Form und Richtung wie die Horn­zapfen des Schädels A III, 1986. Beim Anblick von vorn kann man links den größten Teil der Unterwand der Schläfengrube sowie den Jochbogen, soweit er erhalten ist, sehen, auf der rechten Seite sind diese Teile zerstört.

Auch dieser Schädel gehörte auf Grund der bei den bereits beschriebe­nen Schädeln angeführten Merkmalen einer voll erwachsenen Kuh an.

Zugleich mit diesem Schädelfragment wurden die dazugehörenden Unter­kieferhälften, Wirbel, Extremitätenknochen, sowie das Becken aufgefunden, welche Knochen noch später beschrieben werden.

Das Becken ist, was ich schon jetzt anführen will,( Fig. 12) seinem ganzen Habitus nach ein typisches Kuhbecken und beweist daher die Rich­tigkeit der Geschlechtsbestimmung des dazugehörenden Schädels und somit Bemerken möchte ich noch, daß auch der ihm gleichenden ersten beiden.

ich die Geschlechtsunterschiede der Schädel unabhängig von diesem Becken festgestellt habe, da mir dieses sowie die übrigen Knochen erst später zur Verfügung standen.

Schädelfragmente A VIII, 971 und A I, 9198 weichen von den ersten drei Schädeln durch größere Breite und Wölbung der Stirnplatte sowie durch ge­stielte Hornzapfen ab, stimmen aber untereinander überein.

A VIII, 971 ist glanzlos, graubraun. Die Stirn ist ebenfalls zwischen den Orbitae eingesenkt und steigt zu einem hohen, schmalen, in der Mitte schwach vorgebuchteten Stirnwulst an, der zu beiden Seiten nach dem Horn­ansatze rasch abfällt und die Occipitalfläche wenig überragt, unterscheidet sich aber von der Stirnplatte der vorherbeschriebenen Schädel dadurch, daß sie breiter und gewölbter ist. Die nach vorn convergierenden Supraorbital­rinnen enthalten beiderseits je 2 Oeffnungen, von denen die beiden den Au­genhöhlen näherliegenden 8,8 cm voneinander entfernt sind, die entfernteren Die Orbitae treten nicht so stark wie einen Abstand von 9,4 cm haben.

bei den Kuhschädeln aus der Umrahmung der Stirn, ihre Form laßt sich wegen Defekts der Augenhöhlen nicht genau bestimmen.

Die Fossae temporales werden von der Stirn nicht vollständig überdacht, sind niedrig, hinter dem Jochbogen nach dem Ohrhöcker erweitert und Rach dem Occiput hin offen.