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Die Hornzapfen sind lang gestielt, von Längsfurchen durchzogen und haben beiderseits einen Basalumfang von 10,3 cm( 10,2-15,5 cm Rütimeyer), einen Horizontaldurchmesser von 3,6 cm und einen Vertikaldurchmesser von 2,7 cm. Die Zapfen zeigen nicht die cylindrische Form, sondern sind abgeplattet, fast zweischneidig. Der rechte Hornzapfen ist ca. 6 cm nach seinem Ursprunge abgebrochen, der linke ist nur an der Spitze defekt und seine Länge auf ca. 12,5 cm zu schätzen. Er wendet sich seitwärts und verläuft in gleichmäßiger Krümmung zuerst nach oben, dann nach unten mit nach unten gerichteter Spitze. Die vordere Zwischenhornlinie ist 14 cm lang, also 0,9 cm länger als die Stirnenge( 13,1 cm).
Trotz der hervorgehobenen Abweichungen müssen wir diesen Schädel wegen der Einsenkung der Stirn zwischen den Orbitae und der anderen übereinstimmenden Merkmale zu unserer ersten Gruppe rechnen, und zwar dürfte dieser Schädel wohl zweifellos einem ausgewachsenen Ochsen angehört haben. Es spricht dafür die im Vergleich zu den beschriebenen Kuhschädeln breitere und gewölbtere Stirnfläche, ferner, daß die vordere Zwischenhornlinie ( 14 cm) hier bedeutend größer als die Stirnenge( 13,1 cm) ist.( Vgl. Laurer 27). Sodann sind, wie auch Hilzheimer( 18) hervorhebt, langgestielte Hornzapfen typisch für Ochsenschädel. Endlich zeigt der unterhalb der Linea nuchae gelegene, zum Ansatze des Nackenbandes bestimmte Teil der Genickfläche mitten zwischen ersterer und dem Foramen magnum einen stark hervortretenden Höcker, sodaß man daraus wohl auf einen hauptsächlichen Gebrauch des Tieres zum Ziehen schließen darf.
Zu erwähnen ist noch. daß sich in der Mitte der Hinterhauptfläche ein größeres Loch, an der Verbindungsnaht zwischen Occiput und Interparietale ein kleineres Loch befindet, was wohl als Zeichen von Kümmerung anzusehen ist.
A I, 9198 ist ein Schädelstück von glanzloser, brauner Farbe. Die Stirnplatte gleicht, soweit sie erhalten. vollständig der des soeben beschriebenen Schädelfragments. Sie ist leider sehr defekt, sodaß sich nur ihre geringste Stirnbreite bestimmen läßt, welche 13,7 cm beträgt. Die Hornzapfen sind langgestielt, von Längsfurchen durchzogen und nur unvollständig vorhanden. Der rechte, der besonders stark lädiert ist, ist 7 cm von seinem Ursprung ab, der linke 8 cm von seinem Ursprunge ab zerstört. Der linke Zapfen ist vorn und hinten stark abgeplattet, sodaß er fast zweischneidig ist, besonders der obere Rand tritt als scharfe Kante hervor. Auch diese Zapfen sind anders gestaltet als die der drei ersten Schädel, sie stehen seitwärts und sind, soweit sie erhalten sind, wenig gebogen.
Die vordere Zwischenhornlinie ist 15,4 cm lang, also ganz bedeutend länger als die Stirnenge, welche nur 13,7 cm beträgt.
Das Occiput steht zur Stirnfläche in einem spitzen Winkel und ist sehr zerstört, sodaß sich nur die geringste Breite( 9,6 cm). bestimmen läßt.
Dieses Schädelstück gleicht, wie bereits angeführt, dem Schädelfragment A VIII, 971 und zeigt ebenfalls die typischen Merkmale eines ausgewachsenen Ochsenschädels. Fig 3.
A III, 1321 ist ein Frontal Interparietal- Occipitalrest mit beiden Hornzapfen von lehmgelber Farbe. Er ist sehr defekt, seine beiden Frontalia, die in ihrer Verbindungsnaht auseinandergebrochen waren, sind wieder zusammengeleimt. Der Schädelrest zeigt dieselben für die Longifrons- Gruppe