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Das nach vorn stark ausgehöhlte Interparietale zeigt deutlich die Verbindungsnaht mit den Frontalia und weist an seiner Verwachsungsstelle mit dem Occiput mehrere Löcher auf.
Nach dem Stande der Nähte, sowie der Ausbildung der Längsfurchen an den Hornzapfen halte ich den Schädel für den eines jüngeren, ca. 4-5 Jahre alten Bullen.
Die größte Stirnbreite beträgt
No. VIII( Fig. 9 u. 10) ist ein Schädelrest von lehmgelber Farbe und Die Stirn ist breiter gehört ohne Zweifel einem ausgewachsenen Ochsen an. und gewölbter als bei den Kuhschädeln. 17 cm, die geringste 13.9 cm. ramen supraorbitale.
9,6 cm.
Die Supraorbitalrinnen enthalten je ein FoDer Abstand der Foramina supraorbitalia beträgt
Die Orbitae treten nicht so stark wie bei den Kuhschädeln aus der Umrahmung der Stirn und deuten auf eine mehr runde Form der Orbita hin. Die Orbitae sind teilweise zerstört, ebenso die Ossa temporalia, doch ist noch zu erkennen, daß Schläfenbeinreste auf der linken Seite von der Stirn nur unvollständig bedacht werden.
Die Hornzapfen sind langgestielt, von Längsfurchen durchzogen und sind nach vorn und hinten stark abgeplattet, zweischneidig, sodaß der vordere und der hintere Rand als scharfe Kanten hervortreten. Der linke Zapfen ist bald nach seinem Ursprunge zerstört, der rechte verläuft in schwacher Krümmung zuerst nach hinten bis ca. 1.5 cm hinter die Stirnkante, sodann lateDie Länge des rechten Zapfens ist, ralwärts, leicht nach unten gerichtet. Die voran der äußeren Krümmung mit dem Bandmaße gemessen, 6,5 cm. dere Zwischenhornlinie ist 16,2 cm lang, also bedeutend größer als die Stirnenge( 13,9 cm) und auch größer als die vordere Zwischenhornlinie bei den Kühen und auch dem Bullen, was mit Laurers Ausführungen über Kastratenschädel übereinstimmt.
Das Occiput steht zu der Stirnfläche in einen fast rechten Winkel. Der unterhalb der Linea nuchae gelegene Teil der Genickfläche, welcher zum Ansatze des Nackenbandes dient, zeigt mitten zwischen ersterer und dem Foramen magnum einen ganz besonders stark hervortretenden Höcker, so daß wohl daraus zu schließen ist, daß das Tier hauptsächlich zum Ziehen Das Interparietale hat die Gestalt eines im Stirnjoch gebraucht wurde. rechtwinkligen Dreiecks und weist auf seiner Hinterfläche mehrere Löcher auf. Nach dem Stande der Nähte und der Ausprägung der Längsfurchen des Hornzapfens dürfte der Schädel einem ausgewachsenen Ochsen angehört haben.
Auch in der Sammlung des Märkischen Museums finden sich 2 Schädel, A II, 10415 und A III, 1961, die wir dieser zweiten Gruppe, dem Wendenrind, zurechnen müssen. Die Stirn zeigt bei beiden dasselbe Gepräge wie die des Schädels IV, die tiefe Einsenkung zwischen den Orbitae und die darauf folgende Beule. Beide Schädel zeigen die auf pag. 8 bezw. 14 näher erläuterten typischen Merkmale des Kuhschädels.
A II, 10415, gefunden auf dem Poggenwerder bei Alt- Ruppin, ist ein Schädelrest yon lehmgelber Farbe. Er stammt aus der wendischen Kultur, Burgwalltypus. Die Stirn ist leider in ihrem vorderen Teile nach den Nasalia hin zerstört, sodaß ihre ganze Länge nicht zu messen ist.