Heft 
(1923) 32
Seite
17
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Die Orbitae sind defekt, an der rechten läßt sich jedoch noch die recht­eckige Form erkennen.

Die nasalwärts convergierenden. Supraorbitalrinnen enthalten beiderseits 2 Foramina, die vorderen haben einer Abstand von 8,8 cm, die dahinter liegenden einen Abstand von 9,4 cm voneinander.

Die von der Stirn nur unvollkommen überdachten Fossae temporales sind mäßig hoch, nach dem Occiput hin erweitert und offen.

Die Hornzapfen sind ungestielt, schwammig porös( wurmstichigem Holz ähnlich) und von walzenförmiger Gestalt. Die Längsfurchen sind nur schwach ausgeprägt. Die Zapfen sind beide defekt, der rechte ist 5,6 cm nach sei­nem Ursprunge abgebrochen. Die Länge des linken ist auch nicht genau bestimmbar, da die Spitze abgebrochen ist. Bis dahin ist er 9,2 cm lang. Der linke Hornzapfen verläuft zuerst seitwärts, etwas nach oben gerichtet, und wendet sich dann halbkreisförmig nach vorn mit einer Achsendrehung, so daß die leider abgebrochene Spitze vermutlich nach unten und vorn zeigen würde. Nach dem Stand der Nähte und der Porösität der Hornzapfen ge­hörte der Schädel einem noch jungen Tiere an.

A III, 1961, gefunden in Prenden, ist ein noch gut erhaltener Schädel, dem nur die Nasalia fehlen. Die Farbe ist eine bräunliché. Der Schädel ist besonders groß. Seine Basilarlänge beträgt 38,9 cm, seine Schädellänge 43 cm. Dementsprechend sind auch die übrigen Maße.

Die Hornzapfen sind an ihrer Basis drehrund, der Horizontal- sowie Vertikaldurchmesser beträgt je 3,3 cm. Der Verlauf und die Richtung der Hornzapfen ist wie bei IV.

Die Maxillae sind beide erhalten. Der Zahnfachfortsatz enthält beider­seits P 2, P 1, M 1, M2, M 3. Auf beiden Seiten fehlt P 3. Alle vor­handenen Zähne befinden sich in Reibung. Nach der Abkauung der Zähne, sowie nach dem Stande der Nähte gehörte der Schädel einem ausgewachse­nen Tiere von 6-7 Jahren an.

Von den der Gruppe des Wendenrindes angehörenden Unterkieferhälften sind 3 in der Müncheberger Gegend gefunden, f 36, III Torf und eine ohne nähere Bezeichnung. A IV 909 stammt aus der Sammlung des hiesigen Märkischen Museums, ebenso das der Lausitzer Kultur angehörende, sehr zer­fallene Kieferstück A. III, 1998, betreffs dessen Gestaltung sich leider nichts. Genaues mehr feststellen läßt.

f 36( Fig. 11) ist eine linke Unterkieferhälfte von lehmgelber Farbe. Die Pars incisiva ist abgebrochen. Der Margo alveolaris ist scharf. Die Backzahnreihe ist 12,1 cm lang. Die 3 Molaren sind vorhanden, stark nach vorn geneigt und in Reibung getreten. P 2 und P 3 sind gewechselt, haben die gleiche Höhe wie die Molaren erreicht und befinden sich gleichfalls in Usur. P 1 fehlt völlig, desgleichen sein Alveol, daß anzunehmen ist, daß P 1 nie vorhanden war. Nach dem Abkauungsstande der Zähne war das Tier etwa 6 Jahre alt. Der Körper des an seiner stärksten Stelle nur 2,45 cm dicken Backzahnteils ist schlank. Der Unterrand ist sehr stark gebogen wie bei einem jungen Tiere. Der Ramus mandibulae biegt in einem rechten Winkel nach oben ab, sein vorderer Rand steigt hinter der Back­zahnreihe steiler als bei A III, 1841 nach hinten aufwärts und geht in den nicht so spitz wie bei A III, 1841 endenden Processus coronoideus über.