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und auf die bereits hingewiesen wurde. Ihre Maße sind vielleicht für spätere Vergleiche von Wert, zumal für einige Funde( A III, 1998 und A IV, 909) das historische Alter feststeht.( Vgl. Materialaufzählung).
Von Vergleichszahlen gebe ich nur die allernotwendigsten an. Im übrigen verweise ich auf die von Kühnemann( No. 22) mit großer Sorgfalt tabellarisch zusammengestellten bekannten Maße aus bisher erschienenen Arbeiten über das Torfrind.
Als am wichtigsten will ich zunächst das zum Schädelfragment und zu den beiden Unterkieferhälften A I, 9208 gehörige Becken und Kreuzbein beschreiben, da durch die Feststellung des Beckens als ein weibliches auch der Beweis für die richtige Feststellung der Kuhschädel des Torfrindes erbracht ist.( Fig, 12.)
Das Becken ist von dunkelbrauner Farbe und ziemlich vollständig erhalten. Es ist sehr geräumig und der ganzen Gestaltung nach das Becken einer Kuh, und zwar einer ausgewachsenen, wie an der Ausprägung der Ernährungsrillen, Kanten und Rauhigkeiten zu erkennen ist. Beiderseits weist der Pecten auch den Sulcus pectineus auf, der zur Feststellung des Geschlechts bei Hirschkühen und Ricken von forensischer Bedeutung ist. Das Tuberculum pubicum, das nach Schmaltz und anderen als Geschlechtsunterschied nicht in Betracht kommt, ist ziemlich stark entwickelt. Nach Schmaltz findet sich ein stark entwickeltes Tuberculum pubicum bei jugendlichen Rindern und schwindet dann mit zunehmendem Alter. Wir finden also auch bei der Ausbildung des Beckens ein Zurückbleiben des Torfrindes auf dem Jugendstande.
Zur Messung der Beckenlinien wurden die beiderseitigen Beckenhälften miteinander und mit dem Kreuzbein künstlich verbunden. Die Länge des Beckens, an der rechten Seite vom Tuber coxae bis zum Tuber ischiadicum gemessen, beträgt 33,7 cm. Die Länge der Symphyse, welche einen rundlichen Bogen in der Längsrichtung des Beckens mit ventral gerichteter Wölbung bildet, ist 9 cm.
Das Acetabulum des Beckens ist beiderseits kreisrund, der Längsdurchmesser sowie der Querdurchmesser beträgt je 4,3 cm. Auf beiden Seiten des Beckens hat das Acetabulum an seinem medialen, vom Ramus acetabularis des Os pubis und Os ilium gebildeten Rande an deren Grenze eine größere Lücke. Das rechte, unversehrte Foramen obturatum hat eine ovale Gestalt und einen Längsdurchmesser von 7,8 cm, einen Querdurchmesser von 5,4 cm. Die Verbindungslinie zwischen den äußeren Tubera coxae ist 36 cm, zwischen den inneren Tubera coxae 27 cm, die Verbindungslinie der Incisurae ischiadicae minores 12.3 cm lang. Der Angulus pubis beträgt 82°.
Der Vertikaldurchmesser vom Vorderrande der Symphysis pelvis zur Mitte des Promontorium ossis sacri( Conjugata vera) beträgt 20,3 cm.
Der Höhendurchmesser des Beckeneinganges, die auf dem Vorderende des Symphysis pelvis errichtete Senkrechte, welche den Körper des 3. Kreuzbeinwirbels trifft( Pecten- verticale), die vom Standpunkte des tierärztlichen Geburtshelfers wichtigste Beckenlinie( Schmaltz, Literaturverzeichnis 47), beträgt 15.5 cm.
Der obere Querdurchmesser, die Verbindungslinie der im Corpus ossis ilium befindlichen Gefäßrinnen für die Arteriae circumflexae femoris laterales miteinander( Schmaltz) ist 13,5 cm. der untere Querdurchmesser, Verbindungslinie zwischen der jederseitigen Ansatzgrube des Musculus rectus femoris, der