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Hiermit ist die Beschreibung der in der Mark Brandenburg gefundenen Reste des Torfrindes beendet.
Wir sehen, daß das Torfrind vom 8.- 7. Jahrhundert v. Chr. an in den verschiedenen Epochen in der Mark vorkam.( Vgl. Materialaufzählung). Auf Grund des Schädelmaterials können wir 2 Rassengruppen des Torfrindes feststellen, die eine, welche wir der wendischen Kultur zusprechen müssen, mit einer Beule auf der Stirn, die andere ohne Beule auf der Stirn, welche dem Rütimeyerschen Bos brachyceros bis auf die noch zierlicheren Hörner gleicht. ( Fig. 1 u. 2).
Die Schädel beider Gruppen zeigen eine in bezug auf die Bildung der Lufthöhlen auf dem Jugendstadium stehen gebliebene Entwickelung der Stirn ( Vgl. Stehlin, Fig. 4. Literaturv. No. 51 u. Hilzheimer, Literaturv. No. 18, pag. 67-92), welche sich also, wie im Vorhergehenden näher ausgeführt, charakterisiert durch: das Hervortreten der schon frühzeitig ihre definitive Breite erreichenden Orbitalgegend aus der Umrahmung der Stirn, die Größe der Orbitae, welche besonders bei dem Wendenrind auffallend ist und ebenso wie die Beule mitten auf der Stirn zeigt, daß das Wenden rind auf einer noch jüngeren Entwickelungsstufe stehen geblieben ist als die andere Gruppe- die auf dem Jugendstande stehengebliebenen zierlichen Hörner die infolge der geringen Seitenentwickelung des Stirnbeines unvollkommene Ueberdachung der Schläfengrube, so daß man beim Blick auf den Schädel von vorn den größten Teil der Schläfengrube, sowie den Jochbogen sehen kann die ebenfalls mit der infolge der Kleinheit der Hörner geringen Entwickelung der Sinus der seitlichen Teile des Stirnbeins zusammenhängende Erhebung des mittleren Teils der hinteren Stirnpartie nach vorn und hinten zum Stirnwulst ferner bei dem wendischen Torfrind durch die mitten auf der Stirn befindliche Beule, die ebnfalls nur eine Folge der geringen Sinusentwickelung ist. Wie Hilzheimer( Literaturv. 18 pag, 91) ausführt, berühren sich in der Mitte der Stirn, wo die innere, als Dach des kugeligen Gehirns gewölbte La-. melle die höchste Erhebung zeigt, die äußere und dié innere Lamelle der Stirnbeine.
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Dadurch, daß die Lufthöhler nur niedrig sind und nach der Mitte der Stirn zu noch niedriger werden, bleibt die Deckplatte der Stirnbeine ringsherum unter dem Niveau des mittleren Teils, so daß dieser sich beulenartig über die übrige Stirnfläche erhebt. Hilzheimer sieht somit mit Recht im Torfrind. wie er das schon öfter ausgesprochen hat, eine unter besonderen Verhältnissen konstant gewordene Jugendform des Rindes, deren Stirnbildung etwa der eines dreimonatigen Rinderkalbes entspricht."( Hilzheimer, Literaturv. 18, pag. 88). Aber auch noch andere Jugendmerkmale sprechen für Hilzheimers Ansicht, daß das Torfrind nicht als Typus der Longifrons- Rinder angesehen werden kann, sondern eine Kümmerform der Rassengruppe der Longifrons- Rinder ist, die unter Beibehaltung jugendlicher Merkmale geschlechtsreif geworden ist."( Hilzheimer, Literatury. No. 18, pag. 92). So z. B. die relative Kürze des Torfrindschädels. Es liegt nämlich die Verbindungslinie des Hinterrandes der beiden M 3 im Oberkiefer oft weit hinter dem hinteren Rande des harten Gaumens( Fig. 7), welche Lage der beiden M 3 sich bei jungen Tieren auch der Primigeniusrassen findet, und welche bei der weiteren Entwickelung dieser Rassen dadurch verschwindet, daß die Zahnreihe bis weit vor den Hinterrand des harten Gaumens vorrückt und dadurch gleich