Heft 
(1923) 32
Seite
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Bernauer Amtsbruder Stromann, den Bernauern das Lob gezollt: Viel sind der weitberühmten Städte, die Bier sich bereiten; Doch es mißfällt ihnen selbst

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Deines wird immer gelobt.

so blies nun ein von Bekmann15) nicht genannter Schwärmer mit vol­Es lohnt sich, das Gedicht vollständig abzu­len Backen ins Horn. drucken: Rhythmus, Reim und Tonart zaubern die ganze behäbige Be­haglichkeit aus Urgroßväters Zeiten in die trübe Gegenwart:

1.

Schönster Preiß von allen Säften, Werthestes Bernauer Bier, Welcher Trank kann dir an Kräften Und an Tugend gehen für? Keiner, keiner kann dir gleichen, Aller Nektar muß dir weichen;

Ja, es ist gar nichts auf Erden, - Das dir kann verglichen werden.

2.

Wer dich sieht im Glase stehen

Recht in deiner Majestät Möchte gleich im Durst vergehen, Bis er näher zu dir geht.

Da wird Herz und Seel entzukket Wenn man dich so frisch verschlukket, Ja, du kannst den Geist und Leben Solchen schwachen wiedergeben.

3.

Dich muß billig jeder loben, O du edler Nektarsaft; Denn durch deine Wunderproben

Wird verdoppelt Geist und Kraft. Mancher wär vor zwanzig Jahren Schon in Nobis Krug16) gefahren,

Wenn er dich nicht brav gelekket Und den Tod so abgeschrekket.

15) a. a. O. Teil 3, S 651. Auch bei Bekmann, Beschreibung von Frankfurt und dem Bischoftum Lebus( 1706), II S. 31: Die am meisten jetzo beliebet werden, sein Erinnert sei auch an die novellen­das Fürstenwaldische, Bernovische und Zerbster." Die Bernauer Bierflasche oder ist das bafte Darstellung von Gustav zu Putlitz Sprichwort richtig? Schuster bleib' bei Deinem Leisten!" im Volkskalender 1857 ,. herausg. von Willibald Alexis.

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16) Die Schenke, in der sich die Seelen der Verstorbenen aufhalten, bevor sie in den Himmel oder die Hölle fahren. Vgl. Schwartz, Sagen und alte Geschichte der Mark Brandenburg Nr. 130. Dazu Archiv der Brandenburgia I 148-149 und Anm.- Sprachlich: Herthum, W. von Schulenburg, Brandenburgia 13, 196-198. Fälle von angewachsenen Teilen in Ortsnamen. Die Tide 5, 236 f.

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