Heft 
(1923) 32
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Die Flurnamen der Feldmarken von Kriele und Landin. Zusammengestellt von Pfarrer Dr. Nagel- Kriele.

Die Dörfer Kriele und Landin liegen im Kreise Westhavelland und waren ursprünglich ein Teil des alten Ländchens Friesack. Beide Orte bestehen aus einer bäuerlichen Gemeinde und einem vereinigten Ritter­gut, dessen Verwaltung in Kriele ist, während der Besitzer. Dr. von Bredow, in Landin wohnt. Ueber die Geschichte dieser beiden Orte, welche meine Parochie bilden, habe ich einiges bereits veröffentlicht.') Gerne folge ich einem geäußerten Wunsche und bringe hier eine Zu­sammenstellung der sehr interessanten Flurnamen. Sowohl von Kriele als auch Landin besitzen wir aus der Mitte des 18. Jahrhunderts sehr zierlich gefertigte Flurkarten), auf denen Flurnamen verzeichnet sind, außerdem ein für die Oekonomiegeschichte des 18. Jahrhunderts sehr instruktives, 400 Folioseiten starkes Wirtschaftsprotokoll, aus dem Jahre 1761. Ferner bieten auch die kirchlichen Akten sowie die Separations­Rezesse mancherlei für die Flurnamen- Sammlung.

1. Feldmark Kriele.

a) Ackerstücke. Die alten Drei- Felder hießen das Rohrbruch, das Große Feld, das Mittelfeld. Oestlich der Dorflage liegen nördlich des Weges Kriele- Senzke in der Bauernfeldmark folgende Aecker: Die vordersten Großen Stücken, die hintersten Großen Stücken, die Krum- 6x men Schlahen und die Lihzanicken. Letzteres ein kleines spitzes Ackerstück; der Name findet sich nur auf der alten Flurkarte und ist heute in Vergessenheit geraten.

Ebenso sind heute vergessen die Namen der nördlich an die Gro­Ben Stücken anschließenden beiden Aecker: Die Mähgel" und Die Lamms- Raden". Noch weiter nördlich liegt die Nessel- Horst. Unter Hörsten versteht man hier Erhebungen, die aus dem Luch aufragen. In dem Winkel zwischen den Wegen Kriele- Senzke und Kriele- Liepe liegen folgende Aecker: Die Neun- Ruthen, die Striet- Länder, die Kie­bitz- Enden, die Fünf- Ruthen, die Sand- Specken, die Mohr- Specken, die Hassel- Hölzer, die Friedeberge, die Winkelstücken, die Mittelbrücher, die Kahl- Mathen, die Hof- Mathen, die Mieth- Steden, die Rögens. Dazu südlich der Dorflage der Besitz des Rittergutes mit folgenden Acker­teilen: Die Halben Morgen, die Neuen Schlahen, die Kirchstücken, die Thems- Graben( jetzt ungebräuchlich) die Bergmathen, die Gehren( jetzt gewöhnlich die ,, Gieren" genannt), der Kahle Berg, Müllers Berg, die Kirchenden, die Rethlaaken, die Weizenden, die Kurzen und Langen

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1) Kriele und seine Kirche" im Kalender für den Kreis Westhavelland 1919, S. 50-55. Landin, eine Ortschronik aus dem Ländchen Friesack" in: Friesacker. Tageblatt 28. 11. 21 ff. ,, Eine märkische Dorfkirche"( Kriele) in der Monats­schrift ,, Die Dorfkirche" 1919/20 S. 186 ff.- Der Hilgenmann" Ein Beitrag zur ländlichen Kirchengeschichte.( Kriele). Ebda S. 314 ff. Dienstablösung und Separation", Eine Studie zur märk. Wirtschaftsgeschichte. In Blätter für Heimat­kunde 1921, No. 10 und 11.- ,, Ungedruckte Fontane- Briefe" in: N. Preuß. Kreuz- Zeitung v. 20. 10. 18 ff. Fontane hatte schon Material über Landin gesammelt, starb aber vor Ausführung der Arbeit.

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2) Die von Landin aus dem Jahre 1750, die Krieler undatiert, aber ungefähr gleichzeitig.

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