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war und der Not der Zeit erwachsenen Folgen in Bausch und Bogen in die Schuhe schieben. Das tun natürlich nicht alle Gegner, aber doch sehr viele. Hart geht der Oberbürgermeister mit früheren Fehlern ins Gericht. endlich vollzogene Einigung kam gut und gern 50 Jahre zu spät. Einzelne Gelegenheiten wurden durch Kurzsichtigkeit und Selbstsucht der Beteiligten versäumt." Zweifellos kann man z. B. maßgebenden Persönlichkeiten der neunziger Jahre nicht gerade einen übermäßig weiten Blick nachrühmen. Ebensowenig aber dürfen Gegner Groß- Berlins wie es geschehen ist aus dem Versagen der Stadtverwaltung am Ende des abgelaufenen Jahrhunderts Der von allen Parteileidenschaften freie Historiker Kapital schlagen wollen. hat festzustellen, daß hier noch ein Beweggrund berücksichtigt werden muß, selbst wenn er in den Protokollen früherer Eingemeindungsverhandlungen nie erwähnt sein sollte. Schon in dem Vortrage im Berliner Geschichtsverein, aber auch in meinem Aufsatz über Die Berliner Hufen"( Monatsblatt der Brandenburgia XXV 1916-17) habe ich nachgewiesen, daß für Berlin eine ganz neue Lage geschaffen wurde, nachdem die Reichshauptstadt mit ihrer Bebauung bis an die äußersten Grenzen vorgedrungen war, die dem kleinen Gemeinwesen bei seiner Stadtwerdung vor beinahe 700 Jahren gesteckt wurden." Daß dieser Augenblick schon im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrhunderts eintreten würde, konnten selbst diejenigen nicht ahnen, welche die ganze Entwicklung der achtziger Jahre miterlebt und mitbeobachtet hatten. Mit dem Eintreten dieses Augenblicks aber mußte das Problem Groß- Berlin ,, mit unabwendbarer Notwendigkeit" aufgerollt werden, das gebieteriseh nach baldiger Lösung verlangt." Oberbürgermeister Böß sagt mit Recht:„ Das Ziel wird erreicht werden, weil die Natur der Dinge unaufhaltsam dahin drängt, ganz gleich, welche Parteien oder Personen das Steuer des Schiffes führen werden". Als wirksamstes Mittel zur Erreichung dieses Zieles betrachtet das Berliner Oberhaupt z. B. eine gemeinsame Bauordnung und einen von großen Gesichtspunkten ausgehenden Bebauungsplan sowie die Ausnutzung aller ungemein günstigen wirtschaftlichen Möglichkeiten Berlins zu Wasser und zu Lande," kurz eine zielbewußte Stadtpolitike, die der Bevölkerung Arbeit und Brot" gibt. Die gesellschaftlichen Gegensätze zwischen Osten und Westen, Norden und Süden sind durch Vereinheitlichung und Ausgestaltung der kommunalen Einrichtungen für die Gesundheits- und Wohnungspflege, die Volksbildung( Schulen) und die Hilfsbedürftigen und durch gerechte Verteilung der kommunalen Steuerlasten zu mildern und auszugleichen." An der Ausgestaltung der Volksbildung, die ja zugleich Volksaufklärung bedeutet, hat unsere, Gesellschaft für Heimatkunde" an erster Stelle mitzuarbeiten, und ein ausgezeichnetes Mittel ist hierbei die Pflege des Verständnisses für die Geschichte Berlins, von der recht viele Berliner noch herzlich wenig wissen.
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Da ist es warm zu begrüßen, daß Stadtarchivar Dr. Kaeber einen Aufsatz über ,, Berlins Werdegang ein Vorbild kommunalen Aufstiegs" bringt. Leider kann er sich nur mit der Zeit seit Einführung der Städteordnung befassen. Aber auch die Entwicklung der Berliner Werke( Gas, Wasser, Elektrizität, Straßenbahn, Markthallen) mit anschließender kurzer Geschichte, der Kranken- und Irrenhäuser, der Parkverwaltung ist jedem Leser willkommen. Sehr wenig kommt die Entwicklung des Schulwesens zur Geltung, während das städtische Bauwesen nicht nur von Kaeber berücksichtigt, sondern noch