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schen nach Berlin, die sich gratis beherbergen und beköstigen lassen," abzudämmen. Obermagistratsrat Dr. Ollendorf behandelt warmherzig die Berliner Jugendwohlfahrt" und sieht als Ziel, mit den großen Reformgedanken, die die deutsche Wohlfahrtspflege in diesen Tagen bewegen, in ständiger Verbindung und gegenseitigem Austausch zu stehen, auf der anderen Seite den eigenartigen, in Deutschland nur einmal vorhandenen Verhältnissen dieses gewaltigen Gemeinschaftsorganismus Berlin nachzuspüren und ihnen Genüge zu tun." Imponierend muß wirken, was Direktor Dr. Häußler über die„ Berliner Jugendpflege mit besonderer Berücksichtigung der Park-, Spiel- und Sportfrage" schreibt. Kampf gegen die Schundliteratur, Landverschickung( 150 000 Kinder zu mehrwöchiger Erholung), Einzelpflegestellen, Kinderlager an Ostsee, in der Lüneburger Heide und bei Potsdam, Jugendherbergen( im Verein mit dem Bunde für Jugendherbergen in der Provinz Brandenburg weit über 100!) In der Tat: Glanzvolles Zeugnis des in Berlin herrschenden bürgerlichen Gemeingeistes" sind die hohen Summen, die in der Stiftung , Park, Spiel und Sport," an deren Spitze der Oberbürgermeister steht, zusammenströmen. Hier wird ein Werk geschaffen, das nicht nur unsere Jugend retten kann, sondern das später als leuchtendes Denkmal aus trüber Zeit noch ein Stolz der Reichshauptstadt werden muß. Die letzten Abhandlungen suchen Verkehrsproblemen gerecht zu werden. Stadtrat Schüning ( ,, Berlin als Hafenstadt") steckt als hohes Ziel ,,, Waren direkt nach Berlin zu verfrachten, statt sie erst in den Seestädten einzulagern." Westhafen ist nur ein Schritt in der Entwicklung Berlins als Hafenstadt. Der Verfasser setzt seine Hoffuung mit vollem Rechte auf die schon im frühen Mittelalter erkannte verkehrsgeographisch denkbar günstigste Lage. Ueber diese Lage und ihre Bedeutung ist ja in unserer Gesellschaft oft genug gesprochen worden. ,, Die Vereinheitlichung des Berliner Verkehrswesens" von Stadtbaurat Dr. Adler mit einem hoffnungsvollen Ausblick auf den zukünftigen Luftverkehr und„ Die Nordsüdbahn und das Schnellbahnnetz von GroßBerlin" von Stadtbaurat Hahn bilden den interessanten Abschluß des Heftes. Als besonderen Vorzug des gesamten Inhalts muß gelten, daß die VerDie Wirkung der fasser nicht bemüht waren, alles in Rosenrot zu malen. Jedem aufmerksamen, vorurteilslosen Aufsätze wird dadurch nur erhöht. Leser wird sich die Erkenntnis aufdrängen, daß alle noch zu lösenden Aufgaben nur bewältigt werden können durch ein großes Gemeinwesen mit starker Zentralgewalt. Daß die Schwierigkeiten der letzten Jahre nicht imstande waren, alle von vornherein vorhandenen Gegensätze in Groß- Berlin auszuDaß manche Gegensätze seit der Gründung Großgleichen, ist verständlich. Berlins neu entstanden oder wenigstens verschärft worden sind, ist auch nicht weiter verwunderlich. Ganz ohne Mißgriffe konnte es bei einer so tiefgreierschwerenden Umständen nicht abgehen. fenden Umgestaltung unter so Hoffen wir, daß die noch vorhandenen Miẞhelligkeiten zwischen dem neuen Gebilde und den als Restkreise" übriggebliebenen Verwaltungskörpern der Nachbarschaft unter gerechter Berücksichtigung aller Interessen recht bald überwunden und die Meinungsverschiedenheiten innerhalb Groß- Berlins glücklich überbrückt werden. Die Reichshauptstadt bedarf des Friedens zur allseitigen Entfaltung ihrer Kraft, und die Nachbarkreise bedürfen dieses Friedens ebenso dringend. Soweit aber auch der alte Gegensatz zwischen Stadt und Land in wechselseitigem Verhältnis zueinander mit hineinspielt in diese
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