Heft 
(1923) 32
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Kämpfe, ist es namentlich auch Aufgabe der aus Städtern und Landbewoh­nern zusammengesetzten, Brandenburgia" und ihrer mehr als 1000 Mitglie­Unsere Gesell­der, in ausgleichendem versöhnlichem Sinne zu wirken. schaft für Heimatkunde und Heimatschutz" steht auch in kommunalpolitischer Beziehung außerhalb der Parteien. Sie darf und sie muß vermitteln, wo sie nur kann. Unser Standpunkt und unsere Aufgabe, die Förderung der Hei­matkunde, schreiben uns ein Ziel vor, in dem sich alle zusammenfinden kön­nen. Unsere Mitglieder würden sich große Verdienste erwerben, wenn sie Die stille, aber un­überall, wohin sie kommen, aufklärend wirken wollten. aufhörlich bis in das kleinste märkische Dorf hinein geleistete Arbeit könnte großen Segen bringen. Mit welchem Erfolge Hauptstadt und Provinz mit­einander arbeiten können, das beweisen die von beiden gestifteten Jugend­herbergen. Wie aber Stadt und Land in ein wünschenswertes Verhältnis zu­einander kommen können, das habe ich bereits in meiner Heimischen Alter­tumskunde in der Schule" S. 28 f. gezeigt.

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Aufgabe der Reichshauptstadt muß es sein, nach Kräften, d. b. heute, bei geringem Kostenaufwande unter Ausnutzung aller schon vorhandenen Mög­lichkeiten ein geistiges Band um seine Bewohner zu schlingen, und als ein geeignetes Mittel dazu betrachte ich mit Dessoir den Ausbau des städ­tischen Vortragswesens. Nicht nur Schnellbahnen, Wohlfahrts-, Jugend­und Gesundheitspflege knüpfen und festigen das Band; die gleiche Bildungs­und Fortbildungsmöglichkeit aller Kreise vom Werkarbeiter bis zum Akade­miker schließt alle enger zusammen, und wenn auch nach dem Worte Dessoirs die Universität außerhalb Berlins liegt, so besitzt die Reichshauptstadt im Märkischen Museum ein Bildungsinstitut ersten Ranges mit Bildungsmitteln, die schwerlich übertroffen werden können, von einer Wirksamkeit, die sich im Laufe der letzten Jahre um die Befruchtung des Unterrichts aller Schul­anstalten mit gutem Erfolge bewährt hat, in vollem Umfange jedoch noch längst nicht erkannt und hinreichend ausgenutzt worden ist.

Und doch könnte gerade auch von dieser Stelle, welche die Entwicklung Berlins von der Urzeit bis in unsere Tage hinein in Wort und Bild darzu­stellen hat, Aufklärung in reichstem Maße erfolgen und zwar eine Aufklärung, die ganz im Sinne der Bestrebungen dieser prachtvollen, vom Neuen Deutsch­land" herausgegebenen Sondernummer Berlin" liegt, der nur weiteste Verbrei­tung in allen Bevölkernngskreisen innerhalb und außerhalb Groß- Berlins zu Dr. Albert Kiekebusch. wünschen wäre.

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Dr. Werner Lippert:

Geschichte der Stadt Strasburg in der Uckermark

im Rahmen der uckermärkischen Geschichte.

Prenzlau 1920, Kom.- Verlag von A. Mieck, Verlagshandlung G. m. b. H. 85 S. gr. 80. Für die Erforschung und Darstellung der Kulturgeschichte eines Territoriums ist es eine wesentliche Erleichterung, wenn für die heimischen, größeren, vorwiegend unter dem Schutze einer landesherr­lichen Burg, an einer wichtigen Verkehrsstraße gediehenen und all­mählich zu eigener Kraft erstarkten Gemeinwesen bereits zusammen­fassende, chronologische Nachrichten vorliegen, vorausgesetzt, daß die­selben sich als zuverlässig erweisen und den Anforderungen für eine