Heft 
(1923) 32
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geschichtliche Verwertung genügen.

Von mancher Kleinstadt liegt

Wo wertvolles Material zur Kulturgeschichte noch im Verborgenen. Lokalgeschichtsvereine bestelien, ist es in erster Linie deren Pflicht, dafür zu sorgen, daß solches Material durch geeignete A beitskräfte der Forschung zugänglich gemacht wird.

Für die Uckermark hat sich kürzlich in dankend anzuerkennender Weise Dr. Werner Lippert seiner Vaterstadt Strasburg angenommen und deren Geschichte in Anlehnung an die Umrisse der allgemeinen ucker­märkischen Geschichte, besonders der älteren Zeit, zur Erweckung und Förderung des Heimatsinnes geschrieben. Sie ist die erste ausführliche, auf weitgehenden Quellenstudien beruhende Darstellung der Vergangen­heit dieses urkundlich zuerst 1277 erwähnten Ackerstältchens. In dem nördlichen Vorsprung der Uckermark gelegen, hat Strasburg in den mancherlei Kriegsstürmen des Mittelalters, auch im 30jährigen und 7. jährigen Kriege, schwer leiden müssen; aber, wie überall im Branden­burger Lande, gelang es auch diesem städtischen Gemeinwesen, die schweren Zeiten zu überdauern, durch Fleiß und Tüchtigkeit seiner Handwerker und Ackerbürger, begünstigt durch weitgehende landes­herrliche Freiheiten, wieder zu erstarken und aufzublühen.

Der erste Abschnitt des Buches behandelt die Vorzeit und älteste Geschichte der Uckermark bis zum Jahre 1250, der zweite Abschnitt die eigentliche Stadtgeschichte, Gründung, Kriegsstürme, Aufschwung, Kirche und kirchliches Leben im Mittelalter, Reformation, die 3 großen Von beson­Kriegszeiten und die Entwickelung der Stadt seit 1815. derer Bedeutung sind die einer handschriftlichen Chronik entnomme­nen Angaben. Ein Anhang enthält Ergänzungen aus Sürings Chronik der uckermärkischen Hauptstadt Prenzlau( 15-5-1654). eine Zeittafel zur uckermärkischen Geschichte und zur Geschichte Strasburgs sowie eine Auswahl der benutzten Literatur.

Die Anschaffung und die Lektüre dieses Werkes kann allen, die sich für uckermärkische Lokalgeschichte interessieren, bestens empfoh­len werden. Der Verfasser hat es verstanden, die geschichtlichen Be­gebenheiten und die Kulturzustände in anregender, fesselnder Weise darzustellen: es ist ihm gelungen, einen vorbildlich wirkenden Beitrag zur Heimatkunde zu liefern.

J. O. v. d. Hagen.

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Dr. Hermann Kügler: Hohenzollernsagen.

Vierte vollständig umgearbeitete und mit Anmerkungen versehene Auflage von Oskar Schwebels Sagen der Hohenzollern". Leipzig- Goulis 1922, Preis broch. 2,50 Gm., geb. in Halbleinen 3,75 Gm. Hermann Eichblatt Verlag.

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Die Hohenzollern sind nicht mehr. Den Gipfel staatlicher Macht­Umso größer ist fülle haben sie anderen Gewalten abtreten müssen. die Anteilnahme weiter Volksschichten, die ihren Rücktritt begleitet. In treuem Gedenken spricht sich die Liebe zum angestammten Herr­scherhause aus. Inm wendet sich Denken und Empfinden des Volkes in besonderem Maße zu. Merkwürdige Geschehnisse deutet es in sei­