Heft 
(1924) 33
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Das Märkische Museum

in seiner Bedeutung für die Geschichte Berlins.

Von Stadtarchivar Dr. KAEBER.

Is die Stadt Berlin vor 50 Jahren ihr erstes Museum gründete, schwebten gerade die Verhandlungen über die Bildung einer Provinz Berlin, Verhandlungen, die zwar nicht zum Ziele führten, aber den ersten großzügigen Versuch darstellten, Berlin mit seiner Umgegend zu einem einheitlichen kommunalen Gebilde zusammenzufassen. Ob diese Ideen dazu beigetragen haben, damals nicht ein Berliner, sondern ein Märkisches Museum zu gründen? Oder ob die ausschließlich vor­geschichtlichen Neigungen der ersten Freunde des Museums, die ja naturgemäß sich nicht gut auf das alte Berlin beschränken konnten, den Ausschlag gegeben haben? Jedenfalls ist die Folge dieses Ent­schlusses die gewesen, daß das reiche Material dieser Sammlung zur Geschichte Berlins mit dem zur Geschichte der Provinz vielfach ver­bunden zur Aufstellung gelangt ist. Wenn dies auch zweifellos auf der einen Seite dem Berliner Geschichtsforscher einige Unbequemlich­keiten macht, so hat es doch auf der anderen Seite den Vorteil, daß neben der Berliner Ueberlieferung die anderer märkischer Städte parallel geht und dadurch einen steten Vergleich ermöglicht.

Eine gewisse Schwierigkeit für die wissenschaftliche Benutzung des Museums zu Berliner Geschichtsstudien besteht darin, daß die ein­zelnen Räume nicht streng auf bestimmte Zeiten oder bestimmte Sach­So sind etwa auf dem Großen Hof ein Inhalte abgestimmt sind. Kapitell aus dem Blankenfeldschen Hause in der Spandauer Straße zu sehen, das ums Jahr 1400 entstanden ist, ferner Sandsteingruppen des alten Abgeordnetenhauses vom letzten Viertel des 18. Jahrhunderts und das Schild einer Ausspannung ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert. Man darf eben das Märkische Museum nicht als einen in bildliche Form gebrachten laufenden Kursus in der Berliner Geschichte betrachten. Es illustriert diese in ausgezeichneter Weise, aber es setzt voraus, daß der Besucher sich einige Mühe gibt. Mit Hilfe des Katalogs wird es ihm nicht schwer fallen, auch für Spezialfragen schnell die in Frage kommenden Säle und Räume ausfindig zu machen. Freilich in Bezug auf die kirchliche Kunst ist die Aufgabe wirklich ein wenig schwer. Man muß an gar zu vielen Stellen gleichartige Dinge aufsuchen.

Gehen wir von diesen allgemeinen Bemerkungen auf die Dinge selber über, die das Museum uns zur Geschichte der Reichshauptstadt bietet. Wir werden gut tun, sie nach einigen allgemeinen Gesichts­punkten zu ordnen, und wenden uns zunächst dem äußeren Stadtbilde

zu.

Hier finden wir eine reiche Uebersicht über die äußere Erscheinung der Stadt und einzelner ihre Teile von den Zeiten an, aus denen wir überhaupt Pläne und Ansichten besitzen. Vielleicht wäre es allerdings günstiger gewesen, wenn nicht wie jetzt das Zimmer mit den Karten der Mark Brandenburg von den Räumen getrennt worden wäre, die

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