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faltete in seiner etwa der eines heutigen Landrats entsprechenden Stellung eine ersprießliche und segensreiche Tätigkeit.
Der mit seiner Versetzung vom schiffsbelebten Holland nach der verhältnismäßig stillen Elbe eingetretene Umschwung mag dem an asiatische Machtverhältnisse gewöhnten Manne in der ersten Zeit recht eigenartig vorgekommen sein. Aber sein lebendiger Geist, seine Kenntnis maritimer Dinge und seine Erfahrung in kolonialen Fragen, die hier in technischen Ausarbeitungen niedergelegt wurden, mögen ihm darüber hinweggeholfen haben.
Wie groß das Wohlwollen des Kurfürsten Gijsels gegenüber gewesen, dafür spricht der Vertrag, der 1651 mit ihm bezüglich Lenzens abgeschlossen ward. Er trug, wenn auch nicht den Namen, so doch den Charakter einer Schenkung. Danach sollte Gijsels das Amt für Sechs Jahre aber zahlte er nominell 500 Taler in Erbpacht erhalten. garnichts, und als er im neunten Jahre die Erbpacht für drei Jahre erlegen sollte, berechnete er sich 500 Taler Fuhrkosten, während der Fürst ihm 1500 Taler Pacht erließ. Uebrigens ward auch die Pacht Nach seinem für die Zeit seines Lebens auf die Hälfte herabgesetzt. Tode( 1676) sollte das Amt eingezogen werden, ward dann aber seiner Tochter aus Gnaden noch für 2 Jahre belassen. Als auch diese vor Ablauf des Termins starb, fiel es an den Kurfürsten zurück.
In dieser seiner Tätigkeit sorgte Gijsels für das Gemeinwohl; er ordnete die Herstellung der zerstörten Häuser an und hob den Schulunterricht; ferner regelte er das Gerichts- und das Polizeiwesen.
Von ganz besonderer Bedeutung aber ist sein Wirken als Kolonisator der Elbwische( Wische Wiese), jenes Landstriches zwischen Elbe und Löcknitz bei Lenzen, zwischen Mecklenburg und dem hannöverschen Wendlande, der sich durch Fruchtbarkeit und ausgedehnte Viehzucht auszeichnet und dessen stattliche Bauerngehöfte von niedersächsischer Bauart noch heute den Blick auf sich lenken. Wie überall in der Mark hatte auch hier der 30jährige Krieg und in seinem Gefolge die Pest furchtbar unter den Bewohnern aufgeräumt. Oede und leer waren die Häuser, die Bewohner geflüchtet. In der Wische gab es damals nur einen einzigen Seelsorger, der mit seinem Karren kreuz und quer durch die Prignitz zog und von wild wachsendem Korn und sonstigen Feldfrüchten seinen Unterhalt gewann. Fand er halbwüste Ansiedlungen, so predigte er und nahm Amtshandlungen vor. Einst bemerkte er dabei einen einzelnen verwildert aussehenden Menschen, den einzigen Ueberlebenden des Dorfes Seedorf, dann noch einen zweiten aus dem ehemals blühenden Dorfe Mödlich. Da kam sie alle die Lust an, die Kirchenglocke zu läuten, die seit Jahren verstummt gewesen. Die wenigen Bewohner, die sich auf das rechte Ufer geflüchtet hatten, hörten des Staunens voll den ungewohnten Klang und kamen allmählich schüchtern zum Vorschein. Der Pfarrer überzeugte sie von den Vorteilen, die die Fruchtbarkeit der Wische für sie bieten könnte, und nun beschloß man, eine Neubelebung der verlassenen Dörfer in die Wege zu leiten. Die Räte des Kurfürsten waren über diesen Vorschlag zunächst nicht wenig erstaunt, gingen indes willig auf die Anregung ein. Vom Niederrhein und von Holland wurden Kolonisten verschrieben, und sie widmeten sich unter Gijsels Leitung unverzüglich der Urbarmachung des Geländes. Obwohl damals schon 59 Jahre alt, widmete sich der Admiral, wie er all