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7. 1914: Ausstellung der Bucher Funde im Märkischen Museum ( Korrespondenzblatt der Anthrop. Gesellschaft XLV und Museumskunde 1916). 28 000 Besucher. Die Ausstellung bot ein geschlossenes Bild zahlreicher Beobachtungen und Funde von einer Ausgrabungsstätte. In dieser Ausstellung sind von mir ungefähr 3-4 000 Lehrkräfte geführt worden. Damit war der entscheidende Schritt getan.
8. 1914: Im Herbst kam der neue Lehrplan der Berliner Gemeindeschulen heraus und enthielt als Forderung die Behandlung ,, vorgeschichtlicher Funde oder erdgeschichtlicher Spuren". Das war der erste schüchterne, aber sehr wertvolle Niederschlag im Lehrplan.
9. 1915/17: Lehrgänge für Rektoren, Lehrer und Lehrerinnen an Berliner Gemeindeschulen zur„ Einführung in die heimische Altertumskunde", veranstaltet von der Schuldeputation des Magistrats. Jedesmal 60 Hörer; 5 Kurse. Je 20 Vortragsabende, 5 Studienfahrten und 5 Führungen durch die Schausammlung.
10. 1916: Vortrag im Berliner Rektorenverein.( Vgl.„ Schulpflege", Organ des Rektorenvereins 1916).
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11. 1916/20: Vorlesungen, Museumsführungen und Studienfahrten im Rahmen der Veranstaltungen der Stadt Berlin zur Förderung des naturwissenschaftlichen Unterrichts an den höheren Lehranstalten." ( Ausführlicher Bericht„ Museumskunde" XVI 1922 S. 9).
12. Seit 1916: Vortragsreihen, Studienfahrten und Museumsführungen für Lehrer und Oberlehrer am„ Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht".
13. Nach dem Kriege: Vorträge über Vorgeschichte im Rahmen der Heimatkunde gelegentlich der pädagogischen Wochen in Königsberg( Neumark), Küstrin und Stettin( 1922).
14. Seit 1919: Wiederholte Führungen von Junglehrerkursen zur , Einführung in die Methodik des vorgeschichtlichen Lehrausfluges" mit entsprechenden Studienfahrten.
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15. 1920 forderte ich in einem Aufsatz der Brandenburgia XXVII/ XXVIII über, Heimatkunde und Schulreform" die Einrichtung von Bei der Heimatinstituten" mit Vorgeschichte als Lehrfach.
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lähmenden Finanznot war die Ausführung des auch vom„ Reichsbund Heimatschule" aufgenommenen Vorschlages zunächst ausgeschlossen. Wohl aber wurde ein wesentlicher Teil des Planes von Direktor Prof. Dr. Schönichen in der Staatl. Stelle für Naturdenkmalpflege zur Ausführung gebracht durch Gründung der 16. 1923:„, Studiengemeinschaft für wissenschaftliche Heimatkunde". In den bisher erledigten 5 Trimestern ist die Vorgeschichte von mir gelehrt worden( I. Steinzeit, II. Bronzezeit, III. Hallstattund Latènezeit, IV. und V. Kaiserzeit). Die sehr stark besuchten Lehrgänge erstreben die wissenschaftliche Ausbildung der Lehrkräfte zur ordnungsmäßigen Erteilung des heimatkundlichen Unterrichts. Im Mittelpunkt der Heimatkunde stehen außer der Vorgeschichte Erdgeschichte und Landesgeschichte. Botanik, Zoologie, Denkmal- und Heimatschutz usw. schließen sich an. kommt darauf an, den Gesichtskreis der Hörer zu erweitern und die Erscheinungen der Heimatprovinz in Beziehung zu setzen zu
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