Heft 
(1924) 33
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7. 1914: Ausstellung der Bucher Funde im Märkischen Museum ( Korrespondenzblatt der Anthrop. Gesellschaft XLV und Mu­seumskunde 1916). 28 000 Besucher. Die Ausstellung bot ein geschlossenes Bild zahlreicher Beobachtungen und Funde von einer Ausgrabungsstätte. In dieser Ausstellung sind von mir ungefähr 3-4 000 Lehrkräfte geführt worden. Damit war der entscheidende Schritt getan.

8. 1914: Im Herbst kam der neue Lehrplan der Berliner Gemeinde­schulen heraus und enthielt als Forderung die Behandlung ,, vorgeschichtlicher Funde oder erdgeschichtlicher Spuren". Das war der erste schüchterne, aber sehr wertvolle Nieder­schlag im Lehrplan.

9. 1915/17: Lehrgänge für Rektoren, Lehrer und Lehrerinnen an Ber­liner Gemeindeschulen zur Einführung in die heimische Alter­tumskunde", veranstaltet von der Schuldeputation des Magistrats. Jedesmal 60 Hörer; 5 Kurse. Je 20 Vortragsabende, 5 Studien­fahrten und 5 Führungen durch die Schausammlung.

10. 1916: Vortrag im Berliner Rektorenverein.( Vgl. Schulpflege", Organ des Rektorenvereins 1916).

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11. 1916/20: Vorlesungen, Museumsführungen und Studienfahrten im Rahmen der Veranstaltungen der Stadt Berlin zur Förderung des naturwissenschaftlichen Unterrichts an den höheren Lehranstalten." ( Ausführlicher Bericht Museumskunde" XVI 1922 S. 9).

12. Seit 1916: Vortragsreihen, Studienfahrten und Museumsführungen für Lehrer und Oberlehrer am Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht".

13. Nach dem Kriege: Vorträge über Vorgeschichte im Rahmen der Heimatkunde gelegentlich der pädagogischen Wochen in Königs­berg( Neumark), Küstrin und Stettin( 1922).

14. Seit 1919: Wiederholte Führungen von Junglehrerkursen zur , Einführung in die Methodik des vorgeschichtlichen Lehraus­fluges" mit entsprechenden Studienfahrten.

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15. 1920 forderte ich in einem Aufsatz der Brandenburgia XXVII/ XXVIII über, Heimatkunde und Schulreform" die Einrichtung von Bei der Heimatinstituten" mit Vorgeschichte als Lehrfach.

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lähmenden Finanznot war die Ausführung des auch vom Reichs­bund Heimatschule" aufgenommenen Vorschlages zunächst aus­geschlossen. Wohl aber wurde ein wesentlicher Teil des Planes von Direktor Prof. Dr. Schönichen in der Staatl. Stelle für Natur­denkmalpflege zur Ausführung gebracht durch Gründung der 16. 1923:, Studiengemeinschaft für wissenschaftliche Heimatkunde". In den bisher erledigten 5 Trimestern ist die Vorgeschichte von mir gelehrt worden( I. Steinzeit, II. Bronzezeit, III. Hallstatt­und Latènezeit, IV. und V. Kaiserzeit). Die sehr stark besuchten Lehrgänge erstreben die wissenschaftliche Ausbildung der Lehr­kräfte zur ordnungsmäßigen Erteilung des heimatkundlichen Unter­richts. Im Mittelpunkt der Heimatkunde stehen außer der Vor­geschichte Erdgeschichte und Landesgeschichte. Botanik, Zoolo­gie, Denkmal- und Heimatschutz usw. schließen sich an. kommt darauf an, den Gesichtskreis der Hörer zu erweitern und die Erscheinungen der Heimatprovinz in Beziehung zu setzen zu

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