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stellung in der Lütticher Straße 5 untergebracht. Der Besuch ist dort ebenso rege. Großen Anteil haben an den erfreulichen Ergebnissen dieser Ausstellungen die Herren Rektoren Sonntag, Henschel und Schmidt sowie der Verwalter der Ausstellung Herr Cumbrowski, der unermüdlich tätig ist. Zur Erläuterung der Funde ist er von der Schuldeputation übernommen worden.
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Bei dem glänzenden Erfolge der Wanderausstellungen vorgeschichtlicher Funde fiel der Gedanke, solche Ausstellungen in allen Bezirken Groß- Berlins zu veranstalten, auf fruchtbaren Boden und wurde von den städtischen Behörden aufs wirksamste unterstützt. Während des laufenden Vierteljahres( Herbst 1924) konnten neben der Veranstaltung in der Lütticher Straße noch zwei weitere Ausstellungen eröffnet werden, nämlich für den Bezirk Treptow in Niederschöneweide( Berliner Straße) und für die Bezirke Schöneberg, Wilmersdorf, Zehlendorf und Steglitz im SteinLyzeum zu Wilmersdorf. Letztere ist für die Zeit Oktober 1924. bis März 1925 berechnet. Die Ausstellung in Treptow verwaltet Herr Dr. Sprockhoff, die in Wilmersdorf Herr cand. arch. Walter Matthes; beide haben ein vollständiges Fachstudium absolviert. Von Oktober bis Dezember sind die drei gleichzeitig veranstalteten Wanderausstellungen insgesamt von 658 Klassen mit 20600 Kindern besucht worden. Die Arbeit in den Ausstellungen stellt eine Vorbereitung zu dem erfolgreichen Besuch des Museums dar. Sie bedeutet für letzteres aber zugleich eine Entlastung, die bei dem großen Andrange bereits notwendig geworden ist. 20. 1924: Kurz vorher schon brachte der nach den Richtlinien" aufgestellte Lehrplan für die Oberklasse die Forderung:„ Märkische Vorgeschichte". Diesen Erfolg hätten wir uns vor 15 Jahren nicht träumen lassen. Daß er möglich geworden ist, verdanken wir der eifrigen Mitarbeit der gesamten Lehrerschaft und ihrer Führer auf dem Gebiete der Heimatkunde. In Berlin haben sich besonders verdient gemacht Lyzeallehrer Kochanowski, Kreisschulrat Kalb, Regierungsdirektor Pretzel, der Vorsitzende der Heimatkundlichen Vereinigung Ratthey und Obermagistratsschulrat Dr. Nydahl. Sie alle haben für die Bedeutung inniger Zusammenarbeit der Schule mit dem Museum von vornherein das richtige Verständnis gezeigt. Daß auch die neuen Lesebücher Stücke aus dem Gebiete der Vorgeschichte bringen, ist nur ein neuer Beweis dafür, daß sich die Vorgeschichte in der Schule Heimatrecht erworben hat. Der Besuch der vorgeschichtlichen Abteilung und des ganzen Museums seitens der Schulklassen ist denn auch ein recht erfreulicher. Durchschnittlich besichtigen 4-5 Klassen täglich das Museum; es finden sich aber nicht selten 10 und 12 zusammen. Kurz vor Ostern stieg die Zahl auf 28 an einem Tage. Aber selbst mitten im Vierteljahr( 7. November) wurden schon 19 Klassen an einem Tage gezählt. Eifrig wird auch die Ausstellung Buch besichtigt. Alle Fachgenossen sind von dieser regen Anteilnahme der Schulen stets überrascht. Wiederholt habe ich in der Abteilung Klassen angetroffen, denen einer der Mitschüler, wohl vorbereitet, die Funde erläuterte.
Wenn das so in heimischer Urgeschichte unterrichtete Geschlecht herangewachsen ist, wird es schwerlich noch Volksgenossen geben, die von der Vorzeit unseres Landes nichts wissen.