Heft 
(1926) 35
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Ein Beweis für das Mögliche" des bis dahin für unmöglich gehaltenen menschlichen Könnens bildet das vorliegende von Dr. Ing. E. Ewald verfaßte Werk: Im Flugzeug über Berlin", 48 Lichtbilder mit Text.

Der Verfasser dieses Werkes ist den Mitgliedern der Branden­burgia kein fremder. Wiederholt hat er uns in seinen, mit Licht­bildern reichlich ausgestatteten Vorträgen Berlin und die Provinz Brandenburg aus der Luft oder von oben herab" betrachtet vor­geführt, die schlichte Art seines Vortrages und die ruhige Sachlich­keit. die ihm eigen sind, haben bei den Mitgliedern unserer Gesell­schaft nicht nur lebhaften Beifall ausgelöst, sondern sorgen auch dafür, daß wir Herrn Dr. Ewald immer wieder einmal gern hören

Dem Wesen des Verfassers entsprechend ist der Text der von ihm gebrachten Arbeit Im Flugzeug über Berlin" schlicht und sach­lich gehalten. Unter Bezugnahme auf die von ihm ihm gebrachten einzelnen Berliner Bilder bringt er gleichzeitig einen historischen Werdegang, indem er über die Entwicklung Berlins und Cöllns als Stadt in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts( S. 5) berichtet und S. 3 eine Kopie des berühmten Memhardtschen Planes von Berlin vom Jahre 1652 bringt.

In den z. Zt. schwebenden Streit, ob Berlin sich aus einem Dorf zu einer Stadt entwickelt hat, oder ob Berlin eine Stadtgründung ist, will ich mich nicht einmischen, glaube aber, daß das vorliegende Werk Dr. Ewalds Im Flugzeug über Berlin" gleichfalls zur Lösung dieser Streitfrage beitragen dürfte.

Nachdem von Dr. Ewald Gebrachten muß man ihm Recht geben, wenn er( S. 5) sagt: Und so wird das Luftbild zum Lehrmittel der Heimatkunde."

Näher auf den textlichen Inhalt des Werkes hier einzugehen, verbietet leider der Raum. Jedem Heimatfreunde aber und ins­besondere jedem Berliner, der seine Heimat liebt, kann diese Arbeit warm empfohlen werden. Der Preis beträgt 2,80 M.

Für die Gediegenheit, sowohl was das Papier betrifft, wie den Druck und die Klarheit und Reinheit der gebrachten Bilder bürgt schon der Name des einen der Herausgeber des Führers in die Heimat", in dessen zweitem Heft die Ewaldsche Arbeit erschienen ist. Dieser eine Mitherausgeber ist der unseren Mitgliedern allbekannte Herr W. Ratthey, der sich auf dem Gebiete der Erforschung der Heimat­kunde schon wiederholt rühmlichst hervorgetan hat. Karl Poetters. Wilh. Reichner: Wanderungen durch den Kreis Teltow, I. Teil, mit 50 Bildern nach Federzeichnungen des Verfassers, Sonder­druck aus dem Teltower Kreisblatt. Berlin 1925, Verlag von Robert Rhode G. m. b. H., Berlin W 35.

Ein echtes rechtes Wanderbuch, ein treuer Ratgeber, der dem märkischen Wandersmann die Schönheiten des eigentlichen Heimat­bezirkes erschließt, wollen diese Aufzeichnungen eines Heimatkundigen sein. Wie geschickt weiß Reichner mit Feder und Stift die Reize unserer Landschaft zu erfassen; Freunde will er dem Kreise, dem er seine ganze Liebe zuwendet, erwerben und zum Wändern in der jreien Natur anregen. Ein guter Gedanke, die Einzelartikel in Buch­form zu sammeln, hat hier Gestalt gewonnen und kann zu reicher Unterrichtung verhelfen.