11. (4. außerordentliche) Versammlung des XV. Vereinsjalires.
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chens ist höchst angenehm. Ich empfehle von meinem diesjährigen Aufenthalt in Jena her, bei welchem mich mein dortiger Sohn Oberarzt Dr. Erwin Friedei führte, den Besuch des Städtischen Museums Ihnen recht angelegentlich.
2. Von dem uns seit lange durch seine wissenschaftlichen und volkstümlichen Veröffentlichungen über den Kreis Eckartsberga wohlbekannten Herrn Superintendenten Naumann eine Beilage zu Nr. 121 des Eckartsbergaer Wochenblatts 1906. „Vergiß die treuen Toten nicht!“ Schilderung der Vorgänge von Auerstedt.
3. Gedenkblatt an die Schreckeustage von Jena 1806. Jenaische Zeitung vom 14. Oktober 1906.
4. Die in Bezug genommenen Nummern des Greifswalder Tageblatts mit den Briefen J. G. L. Kosegartens.
XIX. Großbeeren-Denkmal. Erfreulicher als die Erinnerungen an Auerstedt und Jena sind die an Großbeeren und den Sieg vom 23. August 1813. Als die Brandenburgs vor einigen Jahren auf dem Schlachtfelde war, erläuterten uns unsere Mitglieder Pfarrer Parisius und General-Leutnant Roderich von Erckert auf dem Hügel mit der geschichtlichen Windmühle den Verlauf des Treffens. Schon damals hieß es, daß die Windmühle den Meliorationen der städtischen Rieselgutsbewirtschaftung leider weichen müsse, daß der Magistrat aber für ein aus märkischen Findlingsblöcken zu errichtendes Denkmal nach dem Entwurf unsers Mitgliedes, Stadtbaurat Ludwig Hoffmann, sorgen werde. Das hat sich nun erfüllt. Am 18. Oktober fand die feierliche Einweihung zunächst desjenigen Denkmals statt, welches das Colberg- sche Grenadier-Regiment Graf Gneisenau (2. Pommersckes) Nr. 9 zu Ehren seiner tapferen Mitkämpfer, in der Schlacht bei Großbeeren und der darin Gefallenen hat errichten lassen, auf dem Großbeerener Kirchhof, den die Colbergschen Grenadiere, wie die Inschrift meldet, mit stürmender Hand genommen haben. Der Feier wohnten bei fast das gesamte Oftizierkorps mit dem Kommandeur Oberst v. Rostken, General v. Zingler, der ä la suite des Regiments steht und früher dessen Kommandeur war, Hauptmann von Roell, ein Urenkel des gleichnamigen Hauptmanns, der in der Schlacht von Großbeeren das erste Geschütz erobert hatte, der 80 jährige Oberstleutnant Ferd. Möschke, der japanische Oberstleutnant Mori, der beim Regiment das diesjährige Manöver mitgemacht hat, die Ehemaligen des Regiments aus Berlin und Stettin, der Gemeindekirchenrat von Großbeeren und viele Bewohner des Ortes. Das Denkmal besteht aus braunem, schwedischen Granit. Oberst v. Rostken eröffnete die Feier mit einer Ansprache, in der er darauf hinwies, daß die Colberger Grenadiere zum guten Erfolge der Schlacht