Heft 
(1910) 18
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23. (0. ordentliche) Versammlung des XVII. Vereinsjahres.

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Stellung in Korporationen oder öffentlichen Gesellschaften über­nehmen darf.

Es kann dahingestellt bleiben, ob diese Bestimmung auf den vor­liegenden Fall anwendbar ist, da Herr Stadtbaurat Hoffmann, wie erwähnt, die Genehmigung zur Übernahme der in Rede stehenden Arbeiten von den städtischen Behörden ausdrücklich erbittet.

Wir sind der Ansicht, dass die städtische Verwaltung bei der Aus­führung eines für den gesamten Staat wie insbesondere für die Stadt Berlin so überaus wichtigen und bedeutungsvollen Werkes, wie es die Berliner Museumsbauten sind, den staatlichen Behörden ihre Mitwirkung nicht versagen darf, und hoffen, Herrn Stadtbaurat Hoffmann bei den städtischen Bauten durch Abnahme von Einzelarbeiten derartig entlasten zu können, daß es ihm möglich sein wird, neben der Oberaufsicht über die städtischen Bauten die Oberleitung der Museumsbauten auszuführen.

Wir haben deshalb beschlossen, die nachgesuchte Genehmigung zu erteilen und bitten auch die Stadtverordnetenversammlung um folgende Beschlußfassung:

Die Versammlung genehmigt, daß der Stadtbaurat Hoffmann im Auf­träge des Staates die von dem verstorbenen Geh. Regierungsrat Professor Dr. ing. Messel entworfenen Berliner Museumsbauten weiter fortführt.

Wir ersuchen, über diese Vorlage in geheimer Sitzung zu beraten.

Berlin, den 10. April 1909.

Magistrat hiesiger König]. Haupt- und Residenzstadt.

Kirschner.

Nach eingehender Prüfung hat die Stadtverordnetenversammlung ihre Zustimmung erteilt.]

C. Naturgeschichtliches und Technisches.

XV. Postglaziale Zeitbestimmungen. Mein verehrter Freund Herr Dr. Nils Olof Holst von der schwedischen geologischen Landes­anstalt in Stockholm hat das beifolgende Heft, Jahrbuch 2, 1908, Nr. 8, eingesendet, betitelt:Postglaciala Tidbestämningar. Es handelt sich um alte Torflager bei Ysted, die aufs Genaueste geologisch, botanisch, zoologisch und anthropologisch namentlich auf ihre Lagerungs- und Altersverhältnisse untersucht wurden. Es kommen dort altertümliche Knochenharpunen vor, desgl. die Feuersteinbeile mit rautenförmigem Durchschnitt, die ich schon vor mehr als einem Menschenalter als älter denn die Steinbeile mit rechteckigem Durchschnitt bezeichnet habe. Auch diese sind gefunden. Die Arbeit zeichnet sich durch Scharfsinn und erstaunliche Sorgfalt der Beobachtung aus.