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3. (I. ordentliche) Versammlung des XVIII. Vereinsjahres.
das Vorkommen der Sumpfschildkröte in unserer Provinz aufmerksam gemacht. Sollten Ihnen Vorkommnisse aus Westpreußen bekannt sein, so melden Sie das gefälligst in Danzig. Auch bei den westpreußischen Exemplaren scheint es sich, gerade wie bei uns, in der Hauptsache um große und entsprechend alte Exemplare zu bandeln.
XVI. Mitteilungen der Berliner Elektrizitäts - Werke. Jahrgang 5, April 1909, Nr. 4. Sie betreffen hauptsächlich Zimmerbeleuchtung, elektrische Hochdruck-Feuerspritzen, elektrische Milchkocher im Kinderzimmer.
XVII. Zur Einweihung der neuen Treptower Sternwarte am 7. d. M., zu welcher letzteren am 17. Mai v. J. der Grundstein gelegt worden ist, sind außer mir auch andere Vertreter der Brandenburgia eingeladen worden. Gegen das alte Heim, das ja auch von unseren Mitgliedern besucht wurde, bietet der Neubau außerordentliche Verbesserungen. Beim Betreten des Gebäudes gewinnt man durch die dem Eingang gegenüberliegende Tür der Vorhalle einen Überblick über die Innenräme, die sich dann auch nach dem Durchschreiten des Vestibüls dem Besucher recht anheimelnd präsentieren. Der Ilörsaal — zwei und ein halbes Stockwerk hoch — ist amphitheatralisch eingerichtet und hat an der hinteren Wand über den Eingangstüren eine in der Mitte bogenförmig geschweifte Eisengalerie. In dem ansteigenden Parkett sind 392 Sitz- und dahinter 18 Stehplätze; während der ganz in Eisen montierte Rang 69 Sitz- und 41 Stehplätze aufweist. Die den Eingangstüren gegenüberliegende Wand ist in ihrer ganzen Ausdehnung mit einer Gips-Kalkmasse überzogen und dient so als Projektionsfläche für die Lichtbilder. An jeder der beiden Seitemvände sind drei große Fenster, die sich auf elektrischem Wege vom Katheder aus verdunkeln lassen. Die sich an den Ilörsaal zu beiden Seiten anschließenden Nebenräume, in denen sich bequeme Treppenaufgänne zu der Galerie befinden, sind in ihren freibleibenden Teilen in sehr geschickter Weise ausgenutzt worden. Einerseits haben sie als Toilettenräume Verwendung gefunden, und andererseits dienen sie dem Vortragenden als Vorbereitungszimmer.
Die Westfront des Erdgeschosses nimmt fast in der ganzen Ausdehnung das astronomische Museum des Instituts ein. Der von dem Mittelgebäude und seinen beiden Flügeln eingeschlossene Hof ist als Bewegungsraum für die Gleichgewichtskugeln des großen Refraktors völlig freigelassen und bietet so auch genügenden Spielraum.
In dem oberen Stockwerk befindet sich an der Ost- und Nordseite die Wohnung des Direktors, während die Westseite außer einem kleinen, ca. 80 Personen fassenden Hörsaal noch Diensträume für den Assistenten, das Laboratorium, die Dunkelkammer, das Lesezimmer und die umfangreiche Bibliothek enthält.