Heft 
(1910) 18
Seite
261
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3 . ( 1 . ordentliche) Versammlung des XVIII. Vereinsjahres. 261

Das flache Dach ist für kleinere Beobachtungen reserviert und promenadenartig eingerichtet. Die Baukosten, welche durch Spenden und Stiftungen sowie durch Beiträge von Freunden der Treptow-Stern­warte aufgebracht worden sind, betragen über eine Million.

Hoffentlich werden wir zu einer Besichtigung auch des neuen astronomischen Observatoriums seitens der Brandenburgia Gelegenheit finden, wobei wir auf das früher bewiesene freundliche Entgegenkommen des vortreff lichen Herrn Sternwartendirektors Dr. Archenhold zu rechnen haben, dem wir am 7. d. M. gratulierten, und der an diesem seinem Hauptehrentage mit gebührenden Anerkennungen vielseitig bedacht wurde.

D. Kulturgeschichtliches.

.Will. Niederlausitzer Mitteilungen Nr. X. Schlußheft 1907/08 (Guben 1909). Das herumgereichte Heft dieser Publikationen der uns nahestehenden Niederlausitzer Gesellschaft für Anthropologie und Ur­geschichte enthält des Interessanten vieles, z. B. Vorgeschichtliches vom Hände des Spreewaldes von II. Grosse. Abergläubische Anschauungen und Gebräuche in der Niederlausitz von W. Gross. Nachrichten über den Schloßberg in Cottbus von Krause. Die Christnachtfeier in der Hauptkirche zu Luckau von W. Krüger, über welche übrigens sich auch (namentlich bezüglich des sog. Quempas-Gesanges) mehrfach Mitteilungen in unserem Monatsblatt befinden, z. B. XII 263; XIII 28 (die Melodie des Quempas) und XIV 138.

XIX. Karl Gander: Kleiner Führer durch Guben (Guben 1907). Unser geehrtes Mitglied Herr Buchhändler II. J. Koppen hat mir diesen Führer gütigst mitgeteilt und dabei uns alle zu einer Fahrt zur Obstblüte nach Guben mit dem Sonderzng am 9. Mai animiert. Da ich Guben bereits in der Baumblüte früher gesehen, kann ich diese Anregung nur bestens unterstützen. Es ist schwer zu sagen, wer unter den zwei Baumblüte-Rivalen: Werder und Guben den Vorzug verdient; ich kann nur sagen, beide gewähren schöne und erhebende An- und Ausblicke. Herr Lehrer Gander ist uns ja läDgst als einer der besten Kenner der Niederlausitz, insbesondere von Guben und Umgebung bekannt, dementsprechend ist auch von dem eingangs gedachten Büchlein nur empfehlenswertes zu berichten.

XX. Kaum ein anderer unter den vielen mit uns befreundeten kleineren Vereinen steht uns so nahe, wie der Verein für Heimat­kunde zu Eberswalde und so begrüßen wir auch die unter der sorg­lichen Hand Rudolf Schmidts redigiertenMitteilungen, 2. und 3. Jahrgang 1907/08 sehr gern. Über alte Fischereigeräte (Klickangel) verhält sich Professor Dr. Eckstein Die Stahl- und Eisenwarenfabrik in Eberswalde von Rudolf Schmidt. Das Taufbecken und die Kirchen-