14. (12. außerordentliche) Versammlung des XVIII. Vereinsjahres.
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milchte dem Spiel ein Ende und legte ein gutes Wort für die Übeltäter ein. Nach Besichtigung des Turmes begab sich die Brandenburgia in das Schützenhaus, wo unter grünen Bäumen der Kaffee eingenommen wurde. Dann gings zurück durch die Stadt zum Bahnhof.
0. Monke.
k (12. ausserorüEfill.) Versammlung des XVIII. Vereinsjahres.
Sonnabend, den 9. Oktober 1909.
II. Wanderfahrt nach Spandau.
Die Abfahrt erfolgte vom Lehrter Bahnhof um 1.41 Uhr und die Ankunft in Spandau fand statt um 2 Uhr. Vor dem Bahnhof in Spandau wurden wir von Herrn Stadtbaumeister Clären und Herrn Diplomingenieur Kreis begrüßt, welche Herren hier mit Hilfe eines großen Planes die Neuanlagen, die hier geplant sind, erörterten. Das alte Bahnhofsgebäude bleibt für den Fernverkehr bestehen, während der Bahnhof für den Vorortverkehr weiter westlich nach der Klosterstraße verlegt wird. Vor dem Bahnhofsgebäude wird ein Schmuckplatz angelegt werden, und eine Unterführung der Bahn nach Süden hin ist vorgesehen. Von hier wanderten wir weiter nach dem Stresow-Platz, wo die Aufschüttung für die neue Spreebrücke beginnt. Die Anrampung für die neue Brücke ist bedeutend höher als das Niveau der Straße, deshalb bleibt die' alte Straße daneben bestehen, und die Böschung wird als Schmuckplatz verwendet. Über den Stresow-Platz gelangten wir unter der Eisenbahnunterführung hindurch zur Plantage und bogen hier in die Charlottenburger Chaussee ein, die wir bis ins Freie verfolgten; hier liegen auch die Geleise der Güterbahn. Südlich von ihnen erstiegen wir eine hohe Anschüttung und standen vor dem neuen Spandauer Hafen. Hier macht die Havel einen ziemlichen Bogen nach Osten, dieser Bogen wird als Hafen hergerichtet, während dahinter die Havel durch einen Durchstich gerade gelegt wird. Die neue Wasserstraße ist schon zum Teil fertig und wird schon mit einer hohen eisernen Brücke überspannt, während die Aufschüttung über den alten Havelbogen fortgeführt wird, sodaß er in zwei Teile geteilt wird, einen Ober- und einen Unterhafen. Wir wurden nun hier mittelst Kähnen über die alte Havel gesetzt und wanderten noch ein Stück neben dem künftigen Wasserlauf entlang, bis wir nach Westen abbogen. Wir kamen darauf an der Städtischen Kläranlage und an dem Platz für den Pferdemarkt vorbei,
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