Heft 
(1907) 16
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19. (7. ordentliche Versammlung des XVI. Vereinsjahres.

wälzte man dann darüber einige ganz große Blöcke. Ich kann mir kaum denken, daß man das Grab durch allmählige Unterhöhlung und gleichzeitige Stützung der an ihrer ursprünglichen Stelle liegenden Deck­steine hergesteilt habe. Denn in der Regel sind 3 oder 4 Riesenblöcke auf der Grabkiste, und daß solche Steine öfter so zusammengelegen haben, ist höchst unwahrscheinlich. Das Heben der gewaltigen Masse auf die andern Steine ist. wohl nur durch Erdanschüttung, also auf flach geneigter schiefer Ebene möglich gewesen. Die eigentliche Grab­kammer noch nachträglich zwischen den vorher fest in den Boden eingelassenen Wandsteinen «aus dem bis dahin unberührten, festen Unter­gründe ausgehoben sein. So lagen die Decksteine von vor herein fest. Der Fußstein wurde schließlich nach der Beisetzung eingefügl. ) Immer­hin bleibt der Transport von 47 cbm großen Blöcken mit dc i gezüngen Hilfsmitteln eine staunenswerte Leistung.

Gerügt wird von Deecke mit Recht das unverantwortlich leicht­sinnig betriebene Fortzangen der großen Blöcke an der Schar, ja in noch tieferem Wasser längs der Ostseeküsten. Dies fällt besonderes vor Saßnitz in Bügen auf. Die Brandung ist infolge der untermeerischen Fortnaluno der Riesenblöcke eine immer mehr veiheerende geworden, sowohl der positive Anprall der Wogen als auch das negative Zurück­wälzen der Wogen seewärts. In Saßnitz Latte man vor etwa zwanzig -fahren, weil damals bereits der eben geschilderte Übelstand sich in be­ständiger Verringerung des Ufersaums auf das unliebsamste bemerklich machte, aus Kies, Steinchcn und Zement große rechteckige Konkretguß­blöcke nach Art der natürlichen Blöcke am Ufersanm voi'gelagei't. Ich habe midi im Juli v. J. davon überzeugt, daß von diesen Blöcken so gut wie nichts mehr vorhanden ist. Diese Blöcke waren im Vergleich ] uit den natürlichen Blöcken aus Granit, Gneis pp. als bröcklich zn kezeichnon und haben das unvermeidliche Durchoinanderwerfen nicht vertragen können. Der Hauptübelstand, daß bereits vor der Schar das Rollen und Aufwühlon des Untergrundes beginnt und daß dadurch all- mälilig das Lager dor Schutzsteine erschüttert wird, ist m keiner Heise behoben worden. Jetzt ist man infolge davon genötigt, kos spie ige Parallele Pfahlveihen Baum an Baum tief in den Meeresgrund zu treiben, fischen denen die Blöcke, welche man von weither beziei , ein- geklemmt werden. Ich fürchte, daß auch diese kostspieligen - Befestigungen das Fortspülen des Strandes wenigstens an en am ei gefährdeten Stellen nicht verhindern werden, wei e en > geführt, der Hauptübelstand in dem beweglichen Meeresgiu Schar liegt.

I , i Walzen und beliebigen Menschen-

kräft gefrorenem Boden mit einfachen un aufw ärts bewegen. B. Fr.

ften ließen sich gewaltige Lasten leicht, soweit > ^