Heft 
(1902) 10
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2. (1. ordentliche) Versammlung des X. Vereinsjahres.

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Gesibhtszüge und bei den im Kampfe Gefallenen die Wunden erkennen kann. Die Särge sind mit Nummern versehen und genau registriert, so dass jederzeit die Beisetzungsstelle eines Toten ermittelt werden kann. Das Recht der Beisetzung, welches der Garnisonkirche von Friedrich Wilhelm I. 1723 verliehen wurde, bildete eine reiche Einnahme­quelle und aus diesem Fonds wurden zum Teil die Kosten des vor­jährigen Umbaues, die sich auf eine Million Mark beliefen, bestritten.

Am Schluss der Besichtigung überreichte Oberpfarrer Goens dem Vorsitzenden derBrandenburgia die von ihm verfasste Geschichte der Garnisonkirche und jedem Anwesenden eine Postkarte mit der Innen­aufnahme der Kirche.

Nach der Besichtigung fand eine freie Zusammenkunft im Altstädter Hof am Neuen Markt statt.

2. (i. ordentl.) Versammlung des X. Vereinsjahres

Mittwoch, den 14. April 1901, abends 7 Uhr im grossen Sitzungssäle des Brandenburgischen Ständehauses.

Vorsitzender: Herr Geheime Regierungsrat Friedei.

Von demselben rühren die Mitteilungen zu 1 bis 6 her.

1. Zum Ehrenmitglied der Brandenburgia wird Herr Schulrat Professor Dr. Carl Philipp Euler, welcher das Amt als zweiter Vorsitzender wegen Kränklichkeit niedergelegt, laut § 9 und § 17 der Satzungen vom 22. März 1892 von der Gesellschaft in heutiger ordent­licher Sitzung auf übereinstimmenden Beschluss des Vorstandes und Ausschusses gewählt. An Stelle des Herrn Euler ist Herr Provinzial- Konservator Geheime Baurat Bluth zum 2. Vorsitzenden und innerhalb des Ausschusses Herr Professor Dr. G. Galland zum Obmann, Herr Direktor Professor Dr. Otto Reinhardt zum Obmann-Stell­vertreter und Herr Professor Dr. Friedrich Wagner zum Ausschuss-Mitgliede erwählt worden.

2.Der Bär, Illustrierte Wochenschrift für Geschichte, Kultur und modernes Leben ist in den Besitz und die Redaktion unseres Mitgliedes des Herrn Historienmalers Adolf Sommerfeld übergegangen. Die im laufenden Jahre erschienenen Nummern, welche manches auf Berlin und die Provinz Brandenburg Bezügliche enthalten, werden vorgelegt. Es wird dringend gebeten, das weitere Erscheinen dieses gemeinnützigen vaterländischen Blattes durch fleissiges Abonnieren zu ermöglichen. Dasselbe kostet 2,50 Mk. vierteljährlich.