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Eduard r Zaclie,
Abb. 2. Stauchungen in der nördlichen Ziegeleigrube vor dein Südeingang von Petzow.
worden, und der Sattel ist nur auf eine kurze Strecke noch deutlich zu verfolgen. Dicht neben ihr befindet sich eine dritte Grube (Abb. 2 u. B), in der wieder die horizontale Linie viele Meter weit deutlich zu verfolgen ist mit energischen Stauchungen darunter, während in den tieferen Schichten der Ton völlig ungestört ist. Hier scheinen die primären Störungen zu fehlen, und die sekundären haben ein bescheidenes Aussehen, weswegen man wohl annehmen darf, daß nicht nur die Krustenbewegungen, sondern auch der Eingriff durch die Eisdecke von obenher mannigfaltig abgestuft waren an den einzelnen Örtlichkeiten. Man kann wohl einige Nuancen aus den Bildern ableiten: die Eisschollen sind z. B. senkrecht auf den Boden herabgestürzt, oder sie sind schräg hinabgeglitten, oder aber sie haben ihre Lage beibehalten, so daß der Druck ganz allein von unten her kam, wodurch natürlich ungefähr dasselbe Bild erzeugt wurde, wie im ersten Fall. Der dritte Fall wird aber wohl der unwahrscheinlichste sein, denn wenn die Krustenbewegungen auch noch so schwach waren, werden sie doch genügt haben, die Eisdecke zu zertrümmern, weil das Eis gegen Zug sehr spröde ist. Deshalb darf man wohl auch annehmen, daß die entstandenen Eisschollen in der Begel einen geringen Umfang erhalten haben, so daß auch die sekundären Störungen dementsprechend nur eine beschränkte Ausdehnung besitzen können, weshalb man nicht erwarten darf, sie in den Aufschlüssen längere Zeit hindurch in derselben Weise wieder zu treffen, wenn der Abbau fortschreitet. Es ergibt sich daraus auch, daß in derselben Wand in allernächster Nähe ganz verschiedene Bilder sich bieten können, wie die obigen Abbildungen zeigen. Endlich findet sich in der Nachbarschaft noch eine vierte Grube, sie gehört zu der
Abb. 3. Stauchungen in der nördlichen Ziegeleigrube vor dem Siideingang von Petzow.
Löcknitz - Ziegelei und