Heft 
(1914) 22
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13.(4. ordentliche) Versammlung de* XXI. Verein*jahre*.

des reizenden Flüßchens geeignet sind, das Landschaftsbild ernstlich durch Verunstaltung zu schädigen. Die Braudenburgia wird im Frühling 1913 nach derselben (legend eine Wanderfahrt mit Unterstützung des Verschönerungsvereins von Erkner (Vorsitzender Herr Dr. med Möller) unternehmen, insbesondere auch feststellen, ob es richtig ist, daß die Fontane-Promenade und die nach mir benannte Friedel-Promcnade in der Tat ernstlich, wie behauptet worden ist, bedroht werden.

C. Naturgeschichtliches und Technisches.

III. Vorlage: Mitt. des Fischerei-Vereins für die Provinz Brandenburg. Oktober 1912. S. 107. Am 21. September d. J. starb zu Frankfurt a. 0. der Fischereibesitzer August Hübner (geboren 16. August 1849 zu Altenhof am Werbellinsee, aus alter mäikischer Familie). Der mir seit vielen Jahren persönlich bekannte Fischwirt hat um die Hebung der Fischzucht in unserer Provinz sich die größten Verdienste erworben; bekannt waren seine Fischbrut- und Fischzuchtanlagen in Thalmühle bei Frankfurt a. O. Seine früheren Veröffentlichungen faßte II. 1905 in dem Buche zusammen:Fischwirtschaft. Gesammelte Arbeiten aus 25 jähriger öffentlicher Tätigkeit und 40jähriger Praxis." Enten­zucht am Ilavelluch zwischen Rathenow und Havelberg. S. 127: Man trifft hier Hanseaten in vielen Schoofen scheinbar ohne Aufsicht Wenn nämlich Ende Mai oder Anfang Juni die Enten ihre ersten Jungen ausgebracht haben, läßt man diese eine gute Woche mit der Mutter im Hofe oder in Tümpeln und Gräben des Dorfes umherwackeln. Dann werden die kleinen Dinger von den Besitzern mit bestimmten Zeichen an den Schwimmhäuten versehen, einer Art Haus- und Hofmarke. Ein jeder Besitzer hat seine bestimmte Marke, bestehend in kleinen Ein­schnitten oder Durchlöcherungen au ein und derselben Stelle der Schwimmhäute. Dann bringt man die junge Brut hinaus in die weiten Wiesen oder an die Ufer des Flusses oder seiner toten Arme und Zuflüsse. An einer etwas geschützten und höher gelegenen Stelle wird ihnen eine Schicht Stroh ausgebreitet. Sie müssen namentlich in der ersten Zeit gegen die Kühle des Bodens und gegen zu hohes Wasser geschützt werden. Auch sollen sie eine trockene Stelle finden, wenn sie zu stark vor dem Umhertummeln ins Wasser durchnäßt worden sind. Alsdann aber bleiben die Entenvölker, gleich dem Vieh in den Marschen, den ganzen Sommer über sich selbst überlassen. Hechte, Wasserratten, gelegentlich auch einmal Freund Adebar vernichten wohl einige Entlein, aber die große Menge gedeiht sehr gut. Ist der Sommer nicht gar zu naß, daß Krank­heiten ausbrechen, dann sind die Enten im Laufe des Sommers feist und fett und werden seitens der vereinigten Eigentümer von den Wiesen und Wasserläuten nach einer eingehegten Stelle zusammengetrieben.