Möckel& Raden: Verlustursachen und Bedrohung des Auerhuhns...
Mangels belastbarer Daten ist in der westlichen Niederlausitz diese Abnahme nicht zu belegen. In der Liebenwerdaer Heide waren im Jahr 2013 vier besetzte Horste bekannt, ein fünfter wurde vermutet
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( F. Raden, Abb. 15). Dies entspricht einer Bestandsdichte von 0,06 Reviere/ 100 ha. Auch in den anderen Auerhuhn- Entwicklungsräumen ist der Habicht regelmäßiger Brutvogel.
Legende:
Wald
Ortschaft
Bergbaufolgelandschaft
Standgewässer
halboffene Besenheide
Moor
Acker und Wiese
Autobahn
Bundesstraße
Bahnlinie
Brutplatz( Horst)
Brutrevier( Brutverdacht)
Zobersdorf
Dobra
Rückersdorf
Gruhno
Friedersdorf
Schadewitz
Oppelhain
Theisa
Prischka
Haida
Kraupa
Dreska
Oschätzchen
Elsterwerda
Saathain
0
1
2
3
4 km
Hohenleipisch
Kahla
Döllingen
Plessa
Gorden
Abb. 15: Fig. 15:
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Brutplätze des Habichts in der Liebenwerdaer Heide( Stand 2013; F. Raden). Breeding grounds of the Goshawk Accipiter gentilis in the Liebenwerda heath( as of 2013).
Diskussion
Die Feinde des Auerhuhns ernähren sich als Opportunisten von einem breiten Spektrum an Beutetieren. Auerhühner sind nur Zufallsbeute. Sofern die Lebensräume groß und untereinander vernetzt sind, werden zeitweise erhöhte prädatorbedingte Abgänge durch baldiges Zuwandern aus„ weniger bedrängten" Nachbarbeständen ausgeglichen. Dazu ist die kleine, durch Umsiedlung schwedischer Auerhühner entstandene Population der westlichen Niederlausitz aber derzeit kaum in der Lage. Hier gefährdet der Verlust eines jeden Tieres oder Geleges das Vorhaben, so dass in der Aufbauphase dieser von zahlreichen Beutegreifern bedrohten Vogelart zeitlich begrenzt helfend eingegriffen werden sollte( GORETZKI 1997, LITZBARSKI 1998, LANGGEMACH& BELLEBAUM 2005). Im Rahmen der Wiederansiedlung muss sich aus weni
gen Tieren in kurzer Zeit ein sich selbst erhaltender Bestand aufbauen. Dazu muss die Mortalität der Gründertiere gering und die Reproduktion durch eine niedrige Verlustrate hoch gehalten werden. Besonders groß dürften die prädationsbedingten Verluste während des Brütens und in den ersten 14 Tage nach dem Schlupf sein, wenn die Küken noch nicht flugfähig sind. In dieser Zeit sind die Gelege weitgehend schutzlos und die Küken können sich nur bedingt durch„ Auslaufen" vor Feinden retten. Es ist davon auszugehen, dass die meisten Verluste in dieser sensiblen Phase der Reproduktion auftreten( GÄRTNER& KLAUS 2004).
Die Regulierung der Feinde des Auerhuhns darf allerdings keine Symptombekämpfung sein und das Fehlen geeigneter Lebensräume kaschieren( STORCH