Heft 
(1920) 29
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A. AT

zieht, tragen sie nicht bei zu den breit dahinwogenden Fluten der Ge­schichte unseres Volkes?

Wenn jenes Institut nun gar in der Lage ist, seine Studierenden selbst an die Plätze zu führen, wo machtvoll die Vergangenheit zu uns spricht, und dort zu zeigen, etwa an einem Kloster, was diese kirch­liche Stiftung für die Geschichte eines bestimmten Gebietes bedeutet ( z. B. Lehnin für die Zauche, Zinna für das Land Jüterbog), so wäre mit alledem ein Ziel erfüllt, das in der Tat aufs innigste zu wünschen ist. Jedenfalls wird die Geschichte nicht die geringste Dienerin und Mit ihm und in ihm schafft sie an dem Trägerin des Instituts sein. Aufbau einer glücklicheren Zeit; denn nicht der abfälligen Meinung Fausts, daß uns die Zeiten der Vergangenheit ein Buch mit sieben Siegeln" seien, geben wir den Preis, sondern der so viel tieferen Auf­fassung des Weisen von Weimar:

Wer nicht von dreitausend Jahren Sich weiß Rechenschaft zu geben, Bleib' im Dunkeln unerfahren, Mag von Tag zu Tage leben."

Eine Frühlatènefibel

von Hirschgarten bei Friedrichshagen, Kr. Niederbarnim.

Von Dr. Albert Kiekebusch.

Im August dieses Jahres[ 1920] wurde dem Märkischen Museum von Herrn Lehmann aus Karlshorst eine Bronzefibel( II. 25 510) überwiesen, die vom Besitzer beim Kartoffelausheben auf seinem Grundstück in Hirschgarten gefunden. worden ist.,

Der Fundplatz liegt auf einem Talsandvorsprunge, der südlich vom Bahn­hof in das während der letzten Zeit so viel umstrittene Erpetal hineinragt. Wenige Schritte von der Fundstelle befindet sich im alluvialen Talboden der Torfstich, welcher zu den zahlreichen Einsprüchen gegen die Verschandelung des Erpetals Anlaß gegeben hat. Eine Untersuchung der Stelle war fast ergebnislos. Auf dem ganzen Grundstück konnten nur zwei kleine Gefäßreste, Scherben von der Größe eines Zehnpfennigstückes, aufgehoben werden. Wenn