Heft 
(1917) 25
Seite
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86 3- (ä. außerordentliche) Versammlung des XXV. Vercinsjahre*.

verbreitet sich in ausführlicher, scharf kritischer, lichtvoller Weise über alle hierbei in Frage kommenden Punkte, wie aus den Kapitelüberschriften so­fort ins Auge springt. 1. Die Vernachlässigung der vorgeschichtlichen Sammlungen. 2. Ist es berechtigt, die vorgesch. Sammlungen geringer ein­zuschätzen als andere? 3. Anzeichen der Besserung. 4. Die vor­geschichtlichen Museen als Forschungsinstitute. 5. Das vorgeschichtliche Museum als Bildungsanstalt. 6. Die Schausammlung. 7. Die Studicn- sammlung (Lehrsammlung). 8. Der Speicher (das Magazin, Depot). Auf die wichtige Abgrenzung zwischen 7 und 8 sei besonders hingewiesen!

9. Ausstellungen. 10. Der Zettelkatalog (ist ebenso wichtig wie eine Fach- Bibliothek und wie die langatmigsten Beschreibungen). Wenn alle großen und mittleren, aus öffentlichen Mitteln unterhaltenen Museen die Kickcbusch- schen Vorschläge zur Richtschnur nehmen, werden sie sich selbst fördern und nützen. Die Ordnung und Verwaltung der kleinen Museen, die meistauf 2 Augen, oder einigen wenigen mehr, stehen, sind zumeist sehr übel daran.

3. (z. auserardenti.) Versammlung des XXV. Vereinsjahres.

Wanderfahrt derBrandenburgia nach Bernau

(Mark)

am 7. Mai 1616

unter Leitung ihres Vorsitzenden, Herrn Geheimen Regicrungsrats Friedcl.

100 Teilnehmer waren etwa versammelt, als Herr Bürgermeister Paetzold auf dem Bahnhofe eine herzliche Ansprache hielt. Darauf über­reichte das Töchterchen des Herrn Apothekers Kurtzwig der Gattin des Vor­sitzenden ein Rosensträußchen mit Maiblumen als Willkommengruß im alten Husitenstädtchen. Auf dem Bahnsteig hatten sich ferner zur Begrüßung der Gäste eingefunden die Herren: Wirth v. Weydenberg, Apotheker Kurtz­wig, Rechnungsrat Kemritz und Frau Witwe Wernicke, und nun begann die Wanderung zur Herz-Jesu-Pfarrkirche in der Bahnhofstraße. Diese, am 13. September 1908 durch den verstorbenen Fürstbischof, Kardinal Dr. Kopp geweiht, bildet mit dem 70 m hohen Turm eine Zierde der Stadt. Es ging weiter zum Steintor in der Husitenstraße, seit 1844 Königstor genannt. Die Durchfahrt desselben sowohl wie das erste Stockwerk sind mit einer schönen in Kreuzform gewölbten Decke versehen. Das 2. und 3. Stockwerk bilden einen gemeinsamen hohen Raum. Bis zum 3. Stockwerk führen steinerne und von da ab hölzerne Treppen nach dem Turm. Bis 1805 diente das Tor­gebäude zur Aufbewahrung des Garnisonpulvers. Das erste Stockwerk des Königstors war längere Zeit das Gefängnis. Im Jahre 1882 wurde daraus die Rüstkammer, die am 15. Mai desselben Jahres, 450. Husitenfest, durch.

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